LKR Haßberge
Fussballkreis Schweinfurt 

Sportgericht hat weniger Arbeit

Bei der Wintertagung in Haßfurt wurden nur wenige Probleme deutlich.
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Dem Burgpreppacher Willi Arnold (Mitte), der die Sonderehrung von BFV und DFB erhielt, gratulierten der Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Edgar Hedrich (links) sowie der Kreis-Vorsitzende Gottfried Bindrim (rechts).  Foto: dg
Dem Burgpreppacher Willi Arnold (Mitte), der die Sonderehrung von BFV und DFB erhielt, gratulierten der Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Edgar Hedrich (links) sowie der Kreis-Vorsitzende Gottfried Bindrim (rechts). Foto: dg
So gut wie keine Probleme hatten die Funktionäre des Fußballkreises Schweinfurt zu vermelden, dementsprechend schnell ging die Spielgruppen-Wintertagung vor 140 Vereinsvertretern beim 1. FC Haßfurt auch über die Bühne.
Kleinere Widrigkeiten wie Schiedsrichter, die mit dem Internet auf Kriegsfuß stehen, oder nicht ordnungsgemäße ausgefüllte Online-Spielberichtsbögen gehören ja zum fußballerischen Alltag. Nicht mehr wegzudenken sind die Computer in den Sportheimen. Der ESB (Elektronischer Spielbericht) oder das System "SpielPlus" funktionieren nur noch am PC, sparen aber eine Menge Arbeit, Zeit und nicht zuletzt Papier - allerdings nur dann, wenn es richtig gemacht wird.
Und in diesem Themenbereich unterstrich Kreisspielleiter Gottfried Bindrim die Vorzüge der elektronischen Spielerkartei "SpielPlus". Das hochgeladene Foto eines eingetragenen Spielers erspart so manchen Gang zum Schiedsrichter oder gar zum Sportgericht - und das im Grunde für alle Zeiten. Ebenfalls nicht mehr aufzuhalten ist laut Bindrim der "Live-Ticker", auch wenn speziell in den unteren Klassen davon noch sehr sparsam Gebrauch gemacht wird.
Die größeren Probleme der letzten Jahre, die hohe Zahl der Sportgerichtsfälle, verringern sich immer mehr. Das Kreissportgericht hatte im vergangenen Jahr "nur" noch 214 Fälle auf dem Tisch, 2015 waren es noch 255. Die Zahl der "unzulässigen Spielereinsätze" habe sich laut Vorsitzendem Günther Stottele aus Burgpreppach nahezu halbiert. Lediglich das Nichtantreten einer Mannschaft sei gegenüber dem Vorjahr minimal angestiegen, um acht Fälle.
"Nichts Besonderes" zu erzählen hatte auch Schiedsrichter-Obmann Josef Raab, der sich in seinem Vortrag deshalb auf die Werbung für den Schiedsrichter-Lehrgang im März konzentrierte, in dem die neuen Unparteiischen auch von Beginn an mit dem ESB vertraut gemacht würden, damit die zuvor angesprochenen Probleme in diesem Bereich nicht mehr auftreten.
"Eigene Schiedsrichter senken die Kosten für die Vereine" machte Raab den Vereinsvertretern klar, dass die anfallenden Ausfallgebühren im gesamten Kreis pro Saison zwischen 10 000 und 15 000 Euro lägen. Dieses Geld sei anderweitig weitaus besser aufgehoben. Nach wie vor versuche die Schiedsrichtergruppe, sämtliche Spiele zu besetzen, dafür brauche man aber eben auch in Zukunft genügend Schiedsrichter, da die Gruppe personell an ihre Grenzen stoße.
Die Sonderehrung des Bayerischen Fußball-Verbands zusammen mit dem DFB wurde in Haßfurt Willi Arnold vom TSV Burgpreppach zuteil. Seit 1976 spielte er für den TSV, avancierte zum Leistungsträger, übernahm später für ein Jahr das Traineramt und engagiert sich als Mitglied des Vergnügungsausschusses seit mehr als 15 Jahren für die Belange seines Vereins.
Auf folgende Termine wurde hingewiesen: Schiedsrichter-Lehrgang: 12. März in Haßfurt, Totopokal: Viertelfinale: 5. April, Halbfinale: 17. April, Finale: 1. Mai, Erdinger-Cup: 24. Juni (Ort steht noch nicht fest), Kreistag im Fußballkreis Schweinfurt: 12. Januar 2018 in Oberwerrn, Bezirkstag Unterfranken: 9. März 2018 in Würzburg. red


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