Kronach

Sorgen um den Feuerwehr-Nachwuchs

In der Vorstandssitzung der Freien Wähler Kronach unterstrich Ortsvorsitzender Michael Zwingmann, dass der Erhalt und die Förderung der Ortsteilfeuerwehren ...
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Immer weniger Jugendliche wollen zur Jugendfeuerwehr. Symbolbild: Archiv
Immer weniger Jugendliche wollen zur Jugendfeuerwehr. Symbolbild: Archiv
In der Vorstandssitzung der Freien Wähler Kronach unterstrich Ortsvorsitzender Michael Zwingmann, dass der Erhalt und die Förderung der Ortsteilfeuerwehren enorm wichtig für den örtlichen Brandschutz sei. Die Kameraden der Feuerwehren im Ortsgebiet Kronach leisten durch ihren unermüdlichen Einsatz einen wichtigen Dienst rund um die Uhr zum Wohle aller Bürger.
"Wir werden uns als Freie-Wähler-Fraktion auch künftig für die Belange der Feuerwehren einsetzen. Für uns ist es besonders wichtig, dass alle Feuerwehren bei uns im Stadtgebiet auf dem aktuellen technischen Stand sind und auch bleiben", so Zwingmann.


Neue Wege gehen

Wie viele Vereine hat auch die Feuerwehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Das Interesse am ehrenamtlichen Engagement nimmt in der Bevölkerung ab. So muss auch die Feuerwehr neue Wege gehen, um Mitglieder für den Dienst zu begeistern. "Für mich ist die Aussage des Gemeindetagpräsidenten Uwe Brandl unverständlich", erklärte Zwingmann. "Ich habe das Gefühl, dass er weit weg von den Problemen der Feuerwehren ist, wenn er die Gesetzesänderung bezüglich der Kinderfeuerwehr in Frage stellt."
In allen Bundesländern dürfen Kinder schon mit zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr eintreten und kommen mit 16 Jahren teilweise schon in den aktiven Dienst, ergänzte Bianca Rohde, die schon seit ihrem zehnten Lebensjahr aktiv in der Feuerwehr Dienst leistet - anfangs in Niedersachsen und jetzt in Bayern. "So können die Kinder mit sechs Jahren in die Kinderfeuerwehr, mit zehn in die Jugendfeuerwehr und ab 16 in den aktiven Dienst - außerhalb des Gefahrenbereichs - wechseln", sagte Rohde. Sie berichtete weiterhin, dass diese Altersstufen schon vor Jahren in Niedersachsen erfolgreich eingeführt wurden. Die Kinder lernen frühzeitig, wie sie sich in einer Notlage verhalten müssen.
"Warum alle anderen Bundesländer das Eintrittsalter auf zehn Jahre herabsetzen und nur in Bayern nicht, kann ich nicht nachvollziehen", schloss sich auch Stadtrat und Kreisvorsitzender Tino Vetter an. Die Freie Wähler Fraktion und der Ortsverband der Freien Wähler begrüßen ausdrücklich den Vorschlag der Bayerischen Staatsregierung, das Feuerwehrgesetz entsprechend anzupassen.
Aber man dürfe hier nicht zu kurz springen. Neben der Erhöhung der Altersgrenze von 63 auf 65 Jahre, müsse auch die Altersgrenze in die Jugendfeuerwehr auf zehn Jahre gesenkt werden. Ebenso wie die Aufnahme in die Kinderfeuerwehr auf sechs Jahre und der Eintritt in den aktiven Dienst - außerhalb der Gefahrenzone - auf 16 Jahre Nur so halte man den Dienst in der Feuerwehr für die Kinder und Jugendlichen spannend und abwechslungsreich. hs

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