Höchstadt

Sie preisen Gott mit Gesang

Konzert  Echte traditionelle Gospels gehen unter die Haut. Erleben können dies die Zuhörer am 8. Januar bei einem Auftritt der "The Glory Gospel Singers" in Höchstadt.
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"The Glory Gospel Singers" sind am 8. Januar in der Christuskirche in Höchstadt zu hören und bieten authentische Traditionals, Gospelsong und Spirituals.  Foto: muhsik agentur Ltd. & Co. KG
"The Glory Gospel Singers" sind am 8. Januar in der Christuskirche in Höchstadt zu hören und bieten authentische Traditionals, Gospelsong und Spirituals. Foto: muhsik agentur Ltd. & Co. KG
Höchstadt — Die Wintertournee der "The Glory Gospel Singers" aus den USA wird die charismatische Gruppe am Donnerstag, 8. Januar, um 19.30 Uhr nach Höchstadt/Aisch in die Christuskirche führen. Das Programm lautet: "One of the finest gospel shows ...".
Seit 1998 gehören "The Glory Gospel Singers" laut einer Pressemitteilung des Veranstalters zu den herausragenden Chören, die durch zahlreiche Konzerte in Japan, Europa und Skandinavien sowie verschiedene Fernsehauftritte bekannt wurden. Ob sie Gott in großen Konzertsälen wie dem Gewandhaus in Leipzig preisen oder die Menschen in Kirchen aller Größen und Konfessionen in Hochstimmung versetzen, überall hinterlassen sie fröhlich lachende und berührte Menschen und ernten Beifallsstürme.

Enorme Präsenz

Immer mehr Gospelchöre werden gegründet. Doch wer einmal original "traditional black gospel" erlebt hat, weiß: Diese Gospel gehen unter die Haut und lassen keinen unberührt. "The Glory Gospel Singers" bestechen durch ihre außergewöhnliche Bühnenpräsenz. Sie nehmen ihr Publikum mit, begeistern die Zuhörer und singen gemeinsam mit ihnen auf der Bühne. "Sie lieben, was sie tun und das macht sie so glaubwürdig und mitreißend", heißt es in der Pressemitteilung. Ihre gemeinsamen musikalischen schwarzen Wurzeln pflegen sie in einer authentischen Gospel-Community. Sie leben und fühlen diese besondere christliche afroamerikanische Stilrichtung, die sich aus dem Negro Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Aus dieser Gospel-Community stellt die charismatische Chorleiterin die jeweils besten Gospelsänger zu einem Ensemble für die Tourneen zusammen.
Bei ihrem zweistündigen Konzert lassen "The Glory Gospel Singers" mit Esprit und Leidenschaft Traditionals, Gospelsongs und Spirituals erklingen, die in den amerikanischen Kirchengemeinden einen festen Bestandteil der Messen bilden, zum Beispiel "Amen", "Ride on King Jesus", "Joshua fit the Battle of Jericho", "Go down Moses", "Down by the Riverside", "Oh when the Saints", "Swing low, sweet Chariot" oder "Nobody knows the Trouble I see" und viele mehr.
Die Anfänge der afroamerikanischen Musik sind unlösbar mit der Sklaverei verwoben, die zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert viele Millionen Menschen auf schlimmste Art und Weise von Afrika nach Amerika brachte. Der Verlust der Familie und des reichen afrikanischen Sozialgefüges in den Stämmen führte zu unerträglicher Isolation. Für die Sklaven wurde der Gesang zur einzigen Möglichkeit, um der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat Ausdruck verleihen zu können. Die Musik einte die Sklaven. Sie half, die Müdigkeit und Eintönigkeit der Arbeit zu ertragen und diente der Kommunikation untereinander. Die Texte handeln bevorzugt von Befreiung und stammen direkt aus der Bibel. Seit den 70er-Jahren des 18. Jahrhunderts begannen die Afroamerikaner, eigene Kirchengemeinden zu organisieren. Eines der wichtigsten Elemente ihres Gesangs wurde das "call and response" - Prinzip, bei dem der Vorsänger eine Zeile singt, welche dann von der Gemeinde wiederholt wird. Somit kann jeder Einzelne aktiv am Gottesdienst teilnehmen und es entsteht eine intensive, lebendige Atmosphäre. red

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