Herzogenaurach

Shorthorns haben Platz 3 noch im Blick

Herzogenaurach — Eigentlich sollte vor einem Spiel des Tabellenvierten gegen das Liga-Schlusslicht die Favoritenrolle zugeordnet werden können. Eigentlich. Denn die Regionalliga-Ba...
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Herzogenaurach — Eigentlich sollte vor einem Spiel des Tabellenvierten gegen das Liga-Schlusslicht die Favoritenrolle zugeordnet werden können. Eigentlich. Denn die Regionalliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach werden stark ersatzgeschwächt zum Tabellenletzten USV Jena reisen. Kapitän Theresa Heinz laboriert auch drei Spieltage vor dem Saisonende noch an einer Sprunggelenksverletzung. Zudem fehlen Regine Brox, Raluca Chioran (berufliche Gründe), Kerstin Wägner und Janina Leipner (private Gründe), und unter der Woche wurden Trainer Christian Braun und Co-Trainer Felix Hofmann von der Grippe-Welle außer Gefecht gesetzt.

USV Jena -
TS Herzogenaurach

Personelle Vorteile scheinen also bei den Gastgeberinnen aus Thüringen zu liegen, zumal sie mit der Amerikanerin Priscilla Dodoo eine Spielerin in ihren Reihen haben, die nicht nur unter den Top-Scorerinnen der Liga zu finden ist, sondern ein Spiel dominieren und auch alleine entscheiden kann. "Ich erwarte, dass wir wieder emotional auftreten. Die mannschaftliche Geschlossenheit muss unser Vorteil sein", fordert Braun, "Jena ist sicher ein extrem undankbarer Gegner, da sie jeden Sieg brauchen, um die Rote Laterne abzugeben."
Ein großes Manko des USV ist allerdings die unterdurchschnittliche Besetzung der Center-Positionen. Dort ist Jena oft längenmäßig und physisch unterlegen. Außerdem erzielt das Schlusslicht im Schnitt gerade einmal einen Dreier pro Spiel. Schlechter ist in diesem Wert in der Liga niemand. Anders sieht es von der Freiwurflinie aus. 69 Prozent der Würfe fanden den Weg in den Korb. Das ist Liga-Bestwert. Ebenso schätzt Braun den Gegner als "Mannschaft mit guter Wurfquote aus der Mitteldistanz" ein.
Auf Herzogenauracher Seite gilt es abermals zu sehen, wie das Team auf das Fehlen von Leistungsträgern reagiert. Zeigen die Shorthorns in Jena einen ähnlich leidenschaftlichen Auftritt wie zuletzt im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten BG Elsenfeld/Großwallstadt, könnte die zweitbeste Defensive der Liga einen Vorteil bringen. "Wir wollen noch einmal an Platz 3 schnuppern und auch die punktgleichen Nördlinger hinter uns halten. Das gelingt nur mit einem Sieg", sagt Braun. cb



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