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Lichtenfels

Seriendieb zeigt Einsicht

von unserem Mitarbeiter Markus Häggberg Lichtenfels — Mal hier, mal da tauchte ein junger Mann aus dem südlichen Landkreis Kronach in polizeilichen Akten auf. Weil er Diebstähle be...
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von unserem Mitarbeiter Markus Häggberg

Lichtenfels — Mal hier, mal da tauchte ein junger Mann aus dem südlichen Landkreis Kronach in polizeilichen Akten auf. Weil er Diebstähle beging und sich 2014 daraus eine Serie entwickelte. Unter anderem langte der 21-Jährige auch im Landkreis Lichtenfels zu. Am Mittwoch zeigte er im Amtsgericht Einsicht für sein Tun und versprach Schadenswiedergutmachung.

Einmal hier, einmal da

"Ich hatte kein Geld, keine Einnahmen, keinen Verdienst", so der junge Mann als Erklärung für sein Tun. Allerdings hatte er Zahlungsverpflichtungen, die ihn drückten. So kam es, dass er im Mai 200 Euro in einem Kulmbacher Sportheim entwendete, in Kronach ein Mobiltelefon mitgehen ließ und im Juni in einem Weismainer Betrieb Spinde aufbrach. Dabei erbeutete er an einem Tag 90 Euro, 80 Euro und zweimal 20 Euro. Nur vier Tage später schlich sich der Twen erneut an diese Stätte und nahm 70 Euro hier, 100 Euro dort oder wiederum 90 Euro aus einem anderen Spind mit, insgesamt über 1700 Euro und verursachte 180 Euro Sachschaden.
Verdächtig machte er sich, weil Frauen auffiel, dass er keine für diesen Betrieb verbindlichen Sicherheitsschuhe trug. Als er dingfest gemacht wurde, sei er sofort kooperativ gewesen, berichtete ein Polizeihauptkommissar. "Vom ersten Moment an, bei dem er mit dem Tatvorwurf konfrontiert wurde, war er geständig", so der Polizist. "Ich gestehe das ganze Zeug, und ich stehe dazu, dass ich den Schaden begleichen werde", äußerte der Dieb vor Urteilsverkündung. Zu diesem Zeitpunkt konnte er sich nicht sicher sein, eine weitere Bewährungsstrafe zu erhalten, war er doch schon vier Mal verurteilt worden.

Chance für Straffreiheit

Diesmal aber läge die Sache anders, kamen Staatsanwalt Pfab und Richter Lehmann überein. Beide sahen in dem Umstand, dass der Beschuldigte einem Beruf nachgeht und sein Leben auf die Reihe zu bekommen sucht, eine Chance für ein straffreies Gelingen einer Bewährungszeit. Zehn Monate Haft auf Bewährung sprach Lehmann aus, zudem eine Bewährungsauflage in Höhe von 240 Euro. Die erste Freiheitsstrafe als Erwachsener sollte "beeindrucken", so Lehmann.

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