Kronach

"Schwache und Schwerstbehinderte verlieren"

Kronach — "Mit jeder Gesundheitsreform wird ersichtlicher, dass Elemente aus der Zentralverwaltung gepaart mit Elementen aus dem amerikanischen Gesundheitswesen unser altes Gesundh...
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Kronach — "Mit jeder Gesundheitsreform wird ersichtlicher, dass Elemente aus der Zentralverwaltung gepaart mit Elementen aus dem amerikanischen Gesundheitswesen unser altes Gesundheitssystem ablösen", kritisiert Silke Wolf-Mertensmeyer.
Die Vorsitzende der Frauenliste Stadt und Landkreis Kronach nahm in einer Sondersitzung der FL Stellung zum Kabinettsentwurf des Versorgungs-stärkungsgesetzes.
Wolf-Mertensmeyer: "Der Gesetzgeber nimmt direkten Einfluss in die Versorgung von Patienten." Verlierer in den geplanten Änderungen unseres Gesundheitswesens seien vor allem sozial Schwache sowie Schwerstbehinderte.
Es drohe der weitere Verlust von niedergelassenen Ärzten, was insbesondere die ärztliche Behandlung in den ländlichen Gebieten noch mehr schwäche. Mit dem Arztentsorgungsgesetz, wie es Wolf-Mertensmeyer nennt, entledige man sich der Pflicht, Arztstellen mit jungen Medizinern nachzubesetzen.
Sowohl die freie Arztwahl für Patienten, als auch die Therapiefreiheit der Ärzte werde eingeschränkt. Therapien würden durch Institute, hauptsächlich nach wirtschaftlichen Aspekten festgelegt.
Mittels Prozesspolitik werde massiv in marktwirtschaftliche Elemente eingegriffen. Was Zentralverwaltung bedeute, wisse man aus vierzigjähriger Erfahrung, heißt es in einer Pressemitteilung der Frauenliste.
Letztendlich erscheine die geplante Reform des Gesundheitssystems in Deutschland bedrohlich und stelle eine weitere Reglementierung und Bürokratisierung mit veränderter Ordnungspolitik dar. red


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