Frensdorf
Erweiterung 

Schule soll mehr Platz bekommen

Angesichts steigender Einwohnerzahlen sind im Frensdorfer Schulhaus weitere Klassenräume geplant.
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Die Pläne für die erweiterte Schule in Frensdorf stehen.  Foto: Architekturbüro Jungkunst und Partner
Die Pläne für die erweiterte Schule in Frensdorf stehen. Foto: Architekturbüro Jungkunst und Partner
Die Gemeinde Frensdorf entwickelt sich entgegen dem allgemeinen Trend: Während anderorts die Schülerzahlen einbrechen, hat die Schule Frensdorf vermehrten Raumbedarf. Die Gemeinde investiert daher auch enorm in ihre Schule. Gerade wurde zum Schuljahresbeginn im September der zweite Bauabschnitt, die Generalsanierung des Altbaus und der Klassenzimmer, abgeschlossen. Der dritte Bauabschnitt, der Verwaltungstrakt mit Räumen für die Schulleitung, für Lehrer und Hausmeister, sollte eigentlich im Februar mit der Ausschreibung auf den Weg gebracht werden. Das kann sich jetzt etwas verzögern, denn die Gemeindeväter haben in der Sitzung signalisiert, dass sie umplanen wollen.
"Alle unsere Räume sind voll belegt", berichtete Rektorin Cordula Atzhorn in der Sitzung. Jetzt sieht die Schulleiterin mit dem Bau des Verwaltungstrakts die Möglichkeit, zwei weitere Klassenräume zu bekommen. "Die Zahlen der Grundschule sind steigend", berief sich Atzhorn auf die jährliche Abfrage der Geburtenzahlen. Erst recht, wenn - wie zu erwarten - Kinder aus den neuen Baugebieten dazu kämen. Zudem sei an der Frensdorfer Schule jetzt auch der Mittlere Schulabschluss möglich. Für die Zukunft geht Atzhorn davon aus, dass die Grundschule dreizügig und die Mittelschule einzügig geführt wird.
"Wann, wenn nicht jetzt", gab Atzhorn den Gemeinderäten zu verstehen. "Wenn wir jetzt nicht darüber reden, werden die Kinder eines Tages vor der Türe stehen." Das wäre ein "Schildbürgerstreich", fand Manfred Wurm. Umso mehr, als nach Aussage der Verwaltung die staatliche Förderung angehoben wurde. Könnte bedeuten, "dass das, was unterm Strich aufgrund der Erweiterung an Mehrkosten rauskommt, überschaubar sein wird", wie Günter Diller feststellte.


Räte geben grünes Licht

Nach einer Stunde Diskussion waren sich auch die Räte einig: Man will diesem Konzept nähertreten. Größtes Problem scheint dabei die Zeit zu sein. Denn bei der Regierung müssen ein neues Raumprogramm vorgelegt und ein neuer Förderantrag gestellt werden. Die Planung selbst dürfte zeitlich kaum Probleme machen. Das Bamberger Architekturbüro Jungkunst hatte sich bereits Gedanken gemacht, wie mit dem Bau des Verwaltungstrakts weitere Unterrichtsräume gewonnen werden können. Der Mehrzweckraum auf der unteren Ebene könne etwas größer und mit der Möglichkeit einer Raumteilung geplant werden, erläuterte Architekt Kurt Steuer. In diesen Mehrzweckraum könne die Nachmittagsbetreuung einziehen, die derzeit noch im Altbau untergebracht sei. Der dadurch frei werdende Raum wäre dann als Klassenzimmer nutzbar. Ein weiterer Klassenraum könnte beim Bau "auf die Verwaltungsebene draufgesetzt" werden.
Das Konzept, das Steuer vorstellte, hat noch einen weiteren Vorteil: Der Mehrzweckraum im Untergeschoss, der als Musikraum genutzt werden soll und auch den Vereinen offen steht, könnte ein abgeschlossener Bereich werden. Was ein Plus an Sicherheit wäre, fand Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL). An den Kosten sollte das Konzept nicht scheitern. Auf 1,28 Millionen Euro war der dritte Bauabschnitt bislang veranschlagt. Nach der Umplanung und Erweiterung sei mit etwa 1,5 Millionen zu rechnen. Wobei man hoffte, dass die Mehrkosten von etwa 250 000 Euro zum Teil durch das größere Raumprogramm und die höhere Förderung wieder ausgeglichen würden. Einstimmig wurde beschlossen, dass die nötigen Anträge bei der Regierung von Oberfranken gestellt werden.
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