Sonnefeld

Schulden abgebaut

Gemeinderat  Die Kämmerei präsentierte die Jahresrechnung. Wer Altkleider per Container sammeln will, muss Gebühren bezahlen.
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Sonnefeld — Einen Beweis dafür, dass die Gemeinde mit ihrem Geld sorgfältig gewirtschaftet hat, nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, ohne Beschlüsse zu fassen. Kämmerer Heiko Lech legte Jahresrechnung und Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2014 vor.
Trotz eines Haushaltsvolumens von knapp 13 Millionen Euro musste Sonnefeld keine neuen Kredite aufnehmen. Vielmehr war es möglich, den Schuldenstand um rund zehn Prozent auf drei Millionen Euro zurückzuführen.
Die unerwartet hohen Einnahmen bei der Gewerbesteuer ermöglichten 910 000 Euro Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt. Das Millionenprojekt Domänenumbau wirkt sich auf die Rücklage aus: Die ging auf 862 000 Euro zurück. Von den 2,3 Millionen Euro, die für Baumaßnahmen ausgegeben wurden, entfielen rund 1,5 auf die Halle. 965 000 Euro davon sind der Gemeinde 2014 an Fördermitteln zugeflossen.
Größter Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt war die Kreisumlage mit knapp zwei Millionen Euro. Personalkosten schlugen mit 1,7 Millionen zu Buche. Die Einkommensteuerbeteiligung betrug 2,9 Millionen Euro.

Ärgernis Altkleidercontainer

Als "ordnungsrechtliche Herausforderung" bezeichnete Hauptamtsleiter Stefan Markus Aufstellung und Betrieb von Altkleidercontainern im Gemeindegebiet. Zu den gemeinnützigen Sonnefelder Organisationen gesellen sich in letzter Zeit gewerblich tätige Firmen, die ihre Container auch schon mal über Nacht aufstellen, ohne nach einer Genehmigung gefragt zu haben. Neun sind es derzeit insgesamt.
Deshalb verabschiedete der Gemeinderat eine Änderung der Sondernutzungssatzung. Demnach müssen die Aufsteller von Altkleidercontainern Gebühren bezahlen; außerdem wird die mögliche Zahl der Container begrenzt. Karitative Organisationen haben Vorrang, wenn es um Neuaufstellungen geht und müssen nichts bezahlen. Außerdem beschloss der Gemeinderat außerdem einstimmig ergänzende Vorschriften zum Plakatieren im Gemeindebereich. oe
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