Kronach

Schützen wollen mehr Attraktivität

Die Kronacher Schützen wollen dem Bund Bayerischer Schützen beitreten, um mehr Disziplinen anbieten zu können. Damit will die Schützengesellschaft Kronach e...
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Diese Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Mit im Bild: Erster Schützenmeister Frank Jungkunz und Zweiter Schützenmeister, Matthias Kümmet (3. und 4. Reihe links). Foto: Veronika Schadeck
Diese Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Mit im Bild: Erster Schützenmeister Frank Jungkunz und Zweiter Schützenmeister, Matthias Kümmet (3. und 4. Reihe links). Foto: Veronika Schadeck
Die Kronacher Schützen wollen dem Bund Bayerischer Schützen beitreten, um mehr Disziplinen anbieten zu können. Damit will die Schützengesellschaft Kronach e. V. die Attraktivität für ihre Schützen steigern, zumal eine Nachfrage nach mehr Schießsportdisziplinen vorhanden sei. Insgesamt kann die Schützengesellschaft Kronach e. V. auf ein erfolgreiches Freischießen 2015 zurückblicken. 63 000 Euro Gewinn konnten erzielt werden. Mit dem Bierausschank von 1153 Hektolitern konnte gar das beste Ergebnis seit 1989 erzielt werden. Der Schatzmeister Matthias Steller zeigte sich am Donnerstagabend bei der Jahresversammlung im Schützenhaus zufrieden. An seinen und an den Ausführungen des Ersten Schatzmeisters, Frank Jungkunz, wurde deutlich, dass der Verein auch eine Reihe von Ausgaben zu verzeichnen hat. So wurde unter anderem von der Erneuerung der Technik am Keilerstand, vom Erwerb des rund 8000 Quadratmeter großen Grundstücks nördlich des Schützenplatzes gesprochen. Hier sollen möglicherweise Parkplätze, eventuell ein Buswendeplatz oder Stellplätze für die Schausteller geschaffen werden.
Bezüglich des Rechtsstreits zwecks Veranstaltungen und Freischießen mit einem Anwohner der Alten Ludwigsstädter Straße, der mit einem Vergleich endete, zeigte sich Frank Jungkunz zufrieden. Er ging kurz auf die Ergebnisse ein. Demnach dürfen auf dem Schützenplatz pro Jahr 18 Veranstaltungen stattfinden, die mit Lärm verbunden sind beziehungsweise bis tief in die Nacht andauern. Er stellte klar, dass beispielsweise Flohmärkte nicht zu den "18" zählen. Die fünf XXL-Nächte während des Freischießens dürfen beibehalten werden, hier endet der Ausschank um 1.30 Uhr, ohne XXL darf bis 24 Uhr ausgeschenkt werden. "Damit sind wir in einer Situation, wonach sich andere Vereine in größeren Städten die Finger lecken würden." Die Vereinbarungen, so Jungkunz, gelten bis ins Jahr 2024, danach verlängern sich diese automatisch um ein Jahr, sofern es keine Einwände gibt. "Das Brett ist gebohrt mit einem vernünftigen Ergebnis!"


"Säureharzdeponie" vor Lösung

Großes Lob bekam CSU-MdL Jürgen Baumgärtner. Dank seiner Intervention in München zeichnet sich eine Lösung beim seit 40 Jahre präsenten Thema "Säureharzdeponie" ab. Ende August 2016 soll nun mit der Baustellenzufahrt begonnen werden. Die Abwicklung der Sanierung wird über das Landratsamt passieren, die Kosten sollen vom Freistaat erstattet werden.
Des Weiteren wies Frank Jungkunz darauf hin, dass man an die Einrichtung einer Whats-app-Gruppe denke, damit die Schützen schnell miteinander kommunizieren können. Anlass ist der Schützenauszug nach Pressig am vergangenen Sonntag, der buchstäblich ins Wasser fiel. Die Nachricht aber erreichte die Kronacher Schützen zu spät. Frank Jungkunz wies weiter darauf hin, dass die Schützen bei parallel stattfinden Schützenauszügen abwechselnd die jeweiligen Schützengesellschaften besuchen werden. Es mache wenig Sinn, wenn sich an solchen Tagen die Gesellschaft spalten würde, schließlich "wollen wir uns nach außen darstellen!"
Der Gauschützenmeister des Schützengaus Oberfranken Nord, Klaus Jentsch, lobte die Aktivitäten des ältesten und mitgliederstärksten Schützenvereins in seinem Gau. Nicht zuletzt deshalb habe man sich entschlossen, den Bezirksschützentag im März 2017 in Kronach abzuhalten.
Der Zweite Schützenmeister Matthias Kümmet ging auf den sportlichen Bereich ein. Unter anderem sprach er von 366 Teilnehmern, die einen Königsschuss ablieferten. Er sprach auch die Erfolge einzelner Schützen an, wie beispielsweise Christian Stützinger, der den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften "Laufende Scheibe 50 Meter" erzielte. Auch wurden erfolgreiche Jungschützen ausgezeichnet. Kümmet erinnerte zudem an das Nostalgie-Schießen, an dem über 40 Schützen teilnahmen. Bei den Wettkämpfen sind die Kronacher Schützen mit neun Mannschaften vertreten. Bei den Bezirksmeisterschaften konnten insgesamt zehn Titel erreicht werden. Auch die Mitgliederentwicklung ist positiv. Man habe nun 649 Mitglieder.
Natürlich wurden im Rahmen der Jahresversammlung auch langjährige Mitglieder und erfolgreiche Schützen geehrt.
Die Verdienstnadel in Anerkennung in Grün erhielten Bernd Korb und Johannes Schedel für ihr Engagement im Schützenverein. Folgende Jugendlichen wurden für ihre sportlichen Erfolge geehrt: Alina Müller, Chiara Mitter, Alexander Rösch (Leistungsnadel Luftgewehr), Paul Reuther, Julius Jung (Disziplin "Laufende Scheibe"), Max Kümmet, Leon Müller.
Zuletzt wurde auf das Johannisfeuer hingewiesen, das am heutigen Samstag ab 19 Uhr stattfinde. Das Freischießen findet in diesem Jahr vom 11. bis 21. August statt. Veronika Schadeck

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