Coburg

Schüler des Casimirianums bauten Mausefallen-Autos

Mausefallen besitzen bekanntlich eine ziemlich hohe Spannungsenergie. Sie sollen ja mit Speck oder Käse die kleinen Nager unter den gespannten Bügel wortwör...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Mausefallenautos sausen durch die Pausenhalle des Casimirianums. Fotos: privat
Die Mausefallenautos sausen durch die Pausenhalle des Casimirianums. Fotos: privat
+1 Bild
Mausefallen besitzen bekanntlich eine ziemlich hohe Spannungsenergie. Sie sollen ja mit Speck oder Käse die kleinen Nager unter den gespannten Bügel wortwörtlich in die Falle locken. Dann wirkt die Spannungsenergie des Bügels: eine mausetödliche Erfindung. Wir, die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe der naturwissenschaftlich-technologi-schen Ausbildungsrichtung am Casimirianum, nutzten die Energie dieser hinterhältigen Erfindung jedoch nicht, um Mäuse zu fangen. Nein, die Spannungsenergie hilft auch als Motor zusammen mit einem pfiffigen Getriebe, um sehr kreativ gestaltete und selbstgebaute Vehikel anzutreiben.
Im Rahmen unseres Physikunterrichtes bei Studienrat Unger fertigten wir diese sogenann-ten Mausefallenautos. Das sind oft ungewöhnlich aussehende Fahrzeuge, die sich nur durch die Energie des gespannten Mausefallenbügels fortbewegen. Vorgabe für den Fahrzeugbau war, dass die Mausefalle als alleinige Energiequelle wie ein Motor für unsere "Autos" dienen sollte. Bei der Anfertigung der Fahrzeuge waren unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Interessanterweise konnten wir vieles von dem im Physikunterricht Erlernten, etwa Hebelwirkungsmechanismen, in die Praxis umsetzen.


Energie umwandeln

So mussten wir beispielsweise versuchen, dass so viel wie möglich von der Spannenergie der Mausefalle in die kinetische Antriebsenergie des Autos umgewandelt wird. Dazu sollten sich die Räder natürlich mit möglichst wenig Reibungsverlust drehen. Außerdem stellten wir bald fest, dass sich die Geschwindigkeit des Autos nicht unbedingt auch auf die Länge der zurückgelegten Strecke auswirkt. Und um das Tempo ging es ja nicht. Das Ziel der Aufgabe war, eine möglichst weite Distanz zu bewältigen.


Ein Forschungsbericht

Unsere Erkenntnisse während des Baus schrieben wir in einem Forschungsbericht als weiterem Aufgabenteil zusammen. Manche von uns mussten ihr Auto oft umbauen, ergänzen und teilweise sogar erneuern. Es entstanden die verschiedensten Modelle: ganz kleine Minis gehörten dazu wie fast einen Meter lange Konstruktionen. Und beim Design war technisch-puristisch über bunt bis schlank und sportlich alles dabei. Allein schon die Gestaltung der Räder führte zu ungewöhnlichen Ergebnissen.
Vor dem Startschuss der Vorausscheidung herrschte Spannung: Wie würde das eigene Auto sich präsentieren? Hielt die Konstruktion die Spur gerade aus oder wich sie unterwegs vom Kurs ab? Klappte überhaupt nach Auslösen des Bügels der Start? Wenigstens dieses klappte, denn jede Konstruktion fuhr los. Und die besten acht Autos qualifizierten sich dann für das große Finale.
Bei dem spannenden Wettbewerb in der großen Pause fiel in der Pausenhalle vor gespanntem Publikum die Entscheidung:
 Das Auto von Amelie Wagner fuhr mit knapp 20 Metern am weitesten. Den zweiten Platz erreichte Sophia Schnetter. Der Wagen der Brüder Max und Michel Seufert kam am drittweitesten. Die Gewinner bekamen von Oberstudiendirektor Spachmann bei einer Siegerehrung schöne Pokale überreicht. Letztendlich hat uns die ganze Aktion sehr viel Spaß und Freude bereitet.
Und wie man in der Pausenhalle merkte, gefiel unser Wettbewerb vielen jungen und auch älteren Zuschauern. So ist zu hoffen, dass es wie bisher auch künftig immer wieder solche abwechslungsreichen Projekte am Casi geben wird.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren