Ebensfeld

Schottische Hochlandrinder sind am Veitsberg als Rasenmäher aktiv

Ebensfeld — Am Veitsberg besitzt der Markt Ebensfeld umfangreiche Naturschutzflächen, darunter den steilen Südhang, der in den letzten Jahren von Gestrüpp überwuchert wurde. Daher ...
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Projektleiter Gerhard Hübner (Mitte) erläutert Bürgermeister Bernhard Storath (links) und Brigitte Pfister die Maßnahmen auf der neuen Rinderkoppel am Veitsberghang. Foto: LPV
Projektleiter Gerhard Hübner (Mitte) erläutert Bürgermeister Bernhard Storath (links) und Brigitte Pfister die Maßnahmen auf der neuen Rinderkoppel am Veitsberghang. Foto: LPV
Ebensfeld — Am Veitsberg besitzt der Markt Ebensfeld umfangreiche Naturschutzflächen, darunter den steilen Südhang, der in den letzten Jahren von Gestrüpp überwuchert wurde. Daher wurde hier vom Pflegetrupp des Landschaftspflegeverbands (LPV) im Landkreis Lichtenfels im Winter kräftig mit Freischneidern gearbeitet, gemäht und aufgeräumt, so dass sich der Hang wieder ansehnlich präsentiert.

Weidelandschaft Obermain

Davon konnten sich Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) und Brigitte Pfister von der Unteren Naturschutzbehörde vergangene Woche ein Bild machen. Der Veitsberg ist Teil des Bayern-Netz-Natur-Projekts "Weidelandschaft Obermain - genussvoller Naturschutz" unter der Trägerschaft des LPV. Aus den Projektmitteln, die vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert werden, konnte zusätzlich eine Zaunbaumaßnahme finanziert werden. Umsetzungspartner vor Ort ist Stefan Batz aus Dittersbrunn.
Der Rinderhalter hat zusammen mit einigen Helfern den neuen stabilen Elektrozaun um das etwa 2,4 Hektar große Gebiet aufgebaut. Nun weiden am Hang seine Schottischen Hochlandrinder als vierbeinige Landschaftspfleger, um die Fläche kostengünstig und dauerhaft offen zu halten.
Notwendig wurden die Maßnahmen wegen der Aufgabe der Schafbeweidung. Die Koppel fiel brach und es setzte wieder eine Verbuschung ein. Da der marode Maschendrahtzaun für die Rinderbeweidung ungeeignet war, musste er abgebaut werden. Besonders die großflächige Ausbreitung von undurchdringlichem Brombeerdickicht machte Probleme und trug aus Sicht des Naturschutzes zur Verschlechterung des Zustands bei.
Eine 2012 durchgeführte Kontrolluntersuchung der Tagfalterfauna zeigte, dass der zwischenzeitlich nach den ersten Freistellungsmaßnahmen gestiegene Artenreichtum wieder rückläufig war. Durch die Wiedereinführung der extensiven Beweidung soll dieser Entwicklung gegengesteuert werden. Allerdings ist momentan ein erhöhter Fraßdruck notwendig, um die neuen Brombeeraustriebe in Schach zu halten. Mit dieser Erweiterung sind die Rinderweiden am Veitsberg auf über sieben Hektar angewachsen und der LPV ist dem Projektziel der großflächigen "Weidelandschaft" einen Schritt näher gekommen. red
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