Sand am Main

Schon nach 24 Minuten 0:3

Fussball-Bayernliga Nord  Der stark ersatzgeschwächte FC Sand hatte gegen den SSV Jahn Regensburg letztlich keine Chance und unterlag zu Hause klar mit 2:5. Nur kurz keimte nach dem 2:3 Hoffnung auf.
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Nach diesem Anschlusstreffer von Pascal Stahl (Vierter von links) zum 2:3, den der Regensburger Tobias Hoch nicht verhindern kann, keimte noch einmal Hoffnung bei den Sandern auf. Von links Ali Odabas (Regensburg) und Dominic Leim (Sand).  Foto: Günther Geiling
Nach diesem Anschlusstreffer von Pascal Stahl (Vierter von links) zum 2:3, den der Regensburger Tobias Hoch nicht verhindern kann, keimte noch einmal Hoffnung bei den Sandern auf. Von links Ali Odabas (Regensburg) und Dominic Leim (Sand). Foto: Günther Geiling
Sand — "Es war ein schwieriges Unterfangen" drückte sich Sands Trainer Bernd Eigner nach dem Schlusspfiff noch sehr zurückhaltend aus. Eigner musste im Heimspiel seines FC Sand in der Fußball-Bayernliga Nord gegen die Zweite Mannschaft von Jahn Regensburg, die mit mehreren Drittliga-Spielern verstärkt antrat, immerhin sieben Stammspieler ersetzen. Dass da nicht vielmehr drin war als die vierte Heimniederlage (2:5), war im Grunde klar. Dass sie nach 24 Minuten im Grunde schon feststehen sollte, war aber schon unerwartet.
Denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste bereits mit 3:0, nutzten dabei gnadenlos die Lücken in der Sander Abwehr aus. Vor allem auf der rechten Abwehrseite, wo Sven Tropper hoffnungslos überfordert wirkte und schon nach 15 Minuten Platz für Christopher Gonnert machen musste. Nach nur fünf Minuten wurde Tropper das erste Mal überlaufen, Regensburgs Fabian Raithel zog aufs Tor zu und erzielte problemlos das 0:1. Und nur acht Minuten später wiederholte sich diese Szene. Diesmal tauchte Tobias Hoch frei vor Sands Torwart Simon Mai auf und erhöhte auf 0:2.
Eigner reagierte, brachte Gonnert, der im Laufe der Partie sogar zum besten Sander avancierte, an der Überlegenheit der technisch ungemein starken Oberpfälzer aber auch nichts änderte. Als Raithel nach 23 Minuten nach einem weiteren Spaziergang durch die Sander Abwehr das 0:3 erzielte, war die Partie gelaufen.
Aber der FC Sand gab sich noch nicht geschlagen, hatte sogar in der schlimmen Anfangsphase seine Chancen. So hatte Pascal Stahl mehrmals sein Visier falsch eingestellt (1., 22., 23.) - auch die Regensburger Abwehr hatte so ihre Probleme. Sand nutzte die Unachtsamkeiten der Gäste aber erst nach einer halben Stunde, als sich Sebastian Götz per Doppelpass mit Pascal Stahl durchspielte und auf 1:3 verkürzte. Auf der anderen Seite aber verhinderte Simon Mai bei zwei weiteren Alleingängen der Gäste einen höheren Rückstand.
Nach der Pause kam plötzlich so etwas wie Hoffnung auf im Sander Lager. Lucas Wirths Eckball fand den Kopf von Pascal Stahl, und der verkürzte per Aufsetzer auf 2:3 (49.). Offenbar hatte Co-Trainer Matthias Bayer - Trainer Bernd Eigner blieb in der Pause auf der Bank - die richtigen Worte gefunden. Doch der Jahn antwortete nur wenige Minuten später, rückte mit dem 2:4 von Anes Seferovic die Verhältnisse umgehend wieder gerade. Und dieser Treffer zog den Sandern den Zahn, die nun kaum mehr ein Mittel fanden. Im Angriff agierten nun Dinis Ribeiro und der junge, vom A-Klassisten TSV Limbach gekommene Marc Fischer in seinem ersten Bayernliga-Einsatz. SSV-Torwart Daniel Hanke verlebte eine ruhige letzte halbe Stunde. Da aber auch Regensburg nicht mehr viel mehr tat als unbedingt nötig, tat sich in den Strafräumen bis zum Schluss recht wenig.


Schnell abhaken

Erst fünf Minuten vor dem Ende konterten die Gäste einmal schnell, der eingewechselte Michael Faber überwand Simon Mai per Heber zum 2:5-Endstand. Für den FC Sand heißt es nun, diese Partie so schnell wie möglich abhaken. "Ohne Sieben" - es fehlten Thorsten und Danny Schlereth, Florian Gundelsheimer, Florian Pickel, André Karmann, Dominik Rippstein und der langzeitverletzte Daniel Rinbergas - war gegen diesen Gegner nichts zu holen. Am kommenden Freitag, wenn es im Derby gegen den TSV Aubstadt geht, sind zumindest Thorsten Schlereth, Gundelsheimer und Rippstein wieder im Kader.
Trainer Bernd Eigner zog wie folgt Bilanz: "Wir haben eine katastrophale erste Hälfte hingelegt, spielten komplett ohne Zweikampfverhalten und standen in der Defensive total neben uns. Auch deshalb habe ich Sven Tropper so früh aus dem Spiel genommen, er wirkte komplett überfordert. Der dafür eingewechselte Christopher Gonnert war dann ein Lichtblick, wurde so zu unserem besten Mann auf dem Platz. Es ist natürlich ein schwieriges Unterfangen, sieben Stammspieler ersetzen zu müssen, da reicht es nicht gegen solch einen Gegner."
FC Sand: Mai - A. Schmitt, Tropper (16. Gonnert), Götz, Krüger (55. Ribeiro), Stahl, J. Pickel, D. Schmitt (46. Fischer), Leim, Wirth, Wieczorek / SSV Jahn Regensburg II: Hanke - Tiefenbrunner, Hierlmeier, Hoch (74. Szubotitiy), Odabas, Sautner, Raithel (83. Faber), Kopp, Seferovic, Hoffmann (87. Kaygisiz), Jünger / SR: Bode (Nürnberg) / Zuschauer: 300 / Tore: 0:1 Raithel (6.), 0:2 Hoch (15.), 0:3 Raithel (24.), 1:3 Götz (30.), 2:3 Stahl (50.), 2:4 Seferovic (53.), 2:5 Faber (85.) red


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