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Römershofen

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Seit Oktober 2014 ist Claus Bittenbrünn Bürgermeister der Stadt Königsberg. Im Stadtteil Römershofen war es die erste Bürgerversammlung, zu der er eingelade...
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Das ehemalige Totenhaus am Friedhof in Römershofen kann abgerissen werden. Die beiden Bäume am Friedhofseingang sollen bleiben.
Das ehemalige Totenhaus am Friedhof in Römershofen kann abgerissen werden. Die beiden Bäume am Friedhofseingang sollen bleiben.
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Seit Oktober 2014 ist Claus Bittenbrünn Bürgermeister der Stadt Königsberg. Im Stadtteil Römershofen war es die erste Bürgerversammlung, zu der er eingeladen hatte. Rund 60 Einwohner waren gekommen. Bevor die Themen angesprochen wurden, die den Teilnehmern der Versammlung unter den Nägeln brannten, zeigte das Stadtoberhaupt die allgemeine Entwicklung der Stadt in den zurück liegenden Jahren auf. Für Römershofen erfreulich zu hören war unter anderem, dass in diesem bisher unterversorgten Ortsteil der Breitbandausbau bis voraussichtlich Ende März 2017 über die Bühne gegangen sein wird.
Mit der derzeitigen Situation am Friedhof in Römershofen wurde das erste innerörtliche Problem angesprochen. Dort, so wurde bei einer Besichtigung durch den Bau- und Umweltausschuss der Stadt festgestellt, muss das baufällig gewordene ehemalige Totenhäuschen abgerissen werden. Großen Widerstand aus der Versammlung gab es gegen das eventuelle Fällen zweier Bäume am Eingang zum Friedhof, obwohl diese mächtigen Bäume mit ihren Wurzeln die Friedhofsmauer und die davor entlang laufende Straße allmählich kaputt machen. "Die sind doch das Schönste am Friedhof", war dazu eine Stimme aus der Versammlung zu hören. Nach längerer Diskussion wurde vorgeschlagen, die Mauer und den Friedhofseingang umzuverlegen.
Inge Riedmüller-Krug ging in diesem Zusammenhang noch etwas weiter. Sie schlug vor, wegen der hohen Lärmbelästigung bei Beerdigungen durch den Straßenverkehr auf der am Friedhof entlang laufenden Staatsstraße, die Mauer am Friedhof zu erhöhen. "Man versteht sein eigenes Wort nicht", sagte sie.
Ein Dorn im Auge ist ohnehin beinahe für alle Bewohner von Römershofen die ständige Lärmbelästigung durch den starken Straßenverkehr auf der Hauptstraße. Dieser sei so stark, dass es oft gefährlich sei, die Straße zu überqueren. Besonders für Kinder und ältere Menschen bedeute dies eine Gefahr. Angesprochen wurde in diesem Zusammenhang der schlechte Zustand der Straßenoberfläche, was auch zu diesem enormen Lärmpegel führe. Es wurde auch die Frage nach einer Flüsterasphaltdecke aufgeworfen.
Dazu erklärte Bittenbrünn, dass es sich bei der Straße durch Römershofen um eine Staatsstraße handele, die durch den Freistaat Bayern unterhalten und ausgebessert werde. Die Stadt werde sich aber darum kümmern, dass eine viel Lärm verursachende Rinne in der Straße vor dem Anwesen Zehe ausgebessert werde. Bezüglich einer Geschwindigkeitsbeschränkung wurden von den Versammlungsteilnehmern die verschiedensten Vorschläge gemacht. Sie reichten von festen Blitzanlagen bis hin zu Schildern wie "Radfahrer kreuzen" und Zebrastreifen, von denen es im Landkreis Haßberge keinen einzigen gebe, wie der Bürgermeister zu berichten wusste, und der von der Verkehrsaufsichtsbehörde abgelehnt werde.
Vorgebracht zum Thema Verkehr wurde auch, dass ein Verkehrsspiegel am Dorfplatz schnell beschlage und so die Einfahrt in die Hauptstraße dadurch gefährlich sei. Die Stadt will nach einer Lösung suchen und die Situation verbessern.
Dann ging es um Gebäude: "Das Backhaus gehört zu Römershofen!", war die einhellige Meinung der Römershöfer. Hinsichtlich der Renovierung müssten aber schätzungsweise 20 000 Euro aufgebracht werden, was so, Bittenbrünn, zur Zeit seitens der Stadt nicht möglich sei. Es könne aber versucht werden, einen Antrag hinsichtlich des Denkmalschutzes zu stellen. Hans-Jürgen Friedrich fragte dazu an, ob in Römershofen eine Dorferneuerung durchgeführt werden könnte, wodurch etliche Projekte, unter anderem auch das Backhaus, in Angriff genommen werden könnten. Das ginge nicht vor 2020, da erst die begonnenen Dorferneuerungen in den anderen Stadtteilen abgeschlossen werden müssten, antwortete Bittenbrünn. Zudem gab er zu bedenken, dass bei Dorferneuerungen Anwohner mit Beiträgen herangezogen würden.


Platz für Vereinsfeste?

Eine kurze Aussprache gab es zur weiteren Verwendung des Gartens an der Römershöfer Kirche. Ortssprecher Georg Henneberger konnte dazu berichten, dass er verschiedene Personen angesprochen habe. Diese könnten sich vorstellen, dass hier ein Platz für Vereinsfeste entstehen könnte.
Zum Abschluss der Versammlung wurde noch einmal der Standort der Glascontainer, die derzeit am Ortseingang von Hofheim kommend das Ortsbild nicht gerade verschönern, etwas hitzig diskutiert. Wie in vielen anderen Ortschaften war es hier auch so: Jeder braucht sie, aber keiner will sie bei sich haben. Nach langem Hin und Her wurde vorgeschlagen, sie an die Keller Richtung Hellingen zu verfrachten. sn

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