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Höchstadt a. d. Aisch
Einsatz 

Schnappschildkröte ist geschnappt

Ein seltenes und gefährliches Reptil ist in der Nacht zum Dienstag in Röttenbach gefangen worden. Die Polizei vermutet, dass es sich um das Tier handelt, das bereits vor zwei Jahren am Dechsendorfer Weiher gesucht wurde: "Suarez".
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Massiver Körperbau unter dunklem Panzer - die Schnappschildkröte verzieht sich in eine Ecke ihrer Zelle.  Foto: Tina Meier
Massiver Körperbau unter dunklem Panzer - die Schnappschildkröte verzieht sich in eine Ecke ihrer Zelle. Foto: Tina Meier
Die Polizei Höchstadt beherbergt derzeit einen ungewöhnlichen Gast. Eine Schnappschildkröte mit fast 50 Zentimetern Körperlänge zog in der Nacht von Montag auf Dienstag in eine der Zellen ein.
Gegen 23 Uhr alarmierte ein Anwohner aus Röttenbach die Polizei. Das Tier versteckte sich unter einem Auto in der Dechsendorfer Straße und konnte mit einem beherzten Griff an den Panzer eingefangen werden. Ungefährlich war das nicht. "Sie hätte durch ihren langen Hals auch in die Arme beißen können", erläutert der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Höchstadt, Gerhard Backert. "Schnappschildkröten sind Fleischfresser und können auch schnell springen. Sie sind wehrhaft und beißen sich an ihrem Opfer fest."


Nach Fußballspieler benannt

Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei der gefangenen Schildkröte um das gleiche Exemplar handelt, das bereits vor zwei Jahren für Schlagzeilen sorgte. Sie wurde damals wahrscheinlich ausgesetzt und mehrfach gesichtet. Die Suchaktionen blieben jedoch ohne Erfolg. In Anlehnung an den uruguayischen Fußballspieler Luis Suarez, der während eines WM-Spiels seinen Gegner Giorgio Chiellini biss, wurde die Schnappschildkröte Suarez getauft. Diesen Namen soll das Tier nun auch weiter tragen. Suarez muss in den vergangenen zwei Jahren von einem Weiher zum nächsten gewandert sein. Wohin es nach seinem Zwischenstopp in der Höchstadter Zelle weitergeht, ist noch unklar. "Wir haben uns mit der Reptilienauffangstation in München in Verbindung gesetzt", erklärt Backert, "der weitere Verbleib muss noch abgeklärt werden."

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