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Schlusslichter sind kein Kanonenfutter

Ein Erfolgserlebnis nach fünf Pleiten braucht der Baiersdorfer SV beim Tabellenletzten in Kasendorf, während der FC Herzogenaurach seine gute Bilanz gegen Kellerkind Diepersdorf weiter aufpolieren will.
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Die Baiersdorfer um Fabian Schwab (rotes Trikot) kassierten in Neudrossenfeld die fünfte Niederlage in Folge, gelten für das Spiel beim Tabellenletzten in Kasendorf aber dennoch als Favorit. Foto: Bayerische Rundschau
Die Baiersdorfer um Fabian Schwab (rotes Trikot) kassierten in Neudrossenfeld die fünfte Niederlage in Folge, gelten für das Spiel beim Tabellenletzten in Kasendorf aber dennoch als Favorit. Foto: Bayerische Rundschau
Angeschlagene Boxer oder Gegner, die mit dem Rücken zur Wand stehen, sind nicht zu unterschätzen. Vor allem wenn das Potenzial größer ist, als der Tabellenplatz vermuten lässt. Schon deshalb tun beispielsweise der Baiersdorfer SV oder der FC Herzogenaurach gut daran, die kommenden Partien hochkonzentriert anzugehen.


Bayernliga Nord

1. FC Sand (7.) -
SC Eltersdorf (8.)
SCE-Trainer Bernd Eigner kommt heute zurück an seine alte Wirkungsstätte und muss sich auf hochmotivierte Sander einstellen, die die 1:4-Pleite aus dem Hinspiel vergessen machen wollen. "Ich war in Sand nicht nur Trainer, sondern habe hier auch Freunde gefunden", sagt Eigner, der auch die ehemaligen FCler Markus Schnitzer und Azizou Zoumbare im Gepäck hat. Die Sander haben sich vorgenommen, gegen ihren Ex-Trainer und ihre ehemaligen Teamkameraden das sechste Heimspiel in Folge zu gewinnen. Die Vorzeichen dafür stehen jedoch nicht allzu gut, denn personell gehen die Gastgeber auf dem Zahnfleisch, Trainer Uwe Ernst steht nur ein Dutzend Spieler zur Verfügung. red


Landesliga Nordost

SG Quelle Fürth (1.) -
FSV Erlangen-Bruck (3.)
Ein Blick auf die Tabelle genügt, um die besondere Bedeutung des Spiels zu sehen: Mit einem Dreier wäre der FSV wieder ganz nah dran an den Aufstiegsrängen, bei einer Pleite wäre Fürth enteilt. "Die Quelle steht zu Recht oben. Die Tabelle lügt nicht", lobt Trainer Normann Wagner den Gegner, der defensiv gut steht und über ein ausgezeichnetes Umschaltspiel verfügt. Elfmal haben bisher Christian Haag und Fabian Döllinger jeweils getroffen und für satte 40 Punkte für die SG gesorgt. Doch auch der FSV war zuletzt gut drauf und hat sechs Spiele in Serie nicht mehr verloren. "Wir machen den Weg der kleinen Schritte. und hauen keinen Gegner mit drei oder vier Toren weg", sagt der Brucker Trainer zurückhaltend. BB
TSV Kornburg (6.) -
ATSV Erlangen (4.)
Das Hinspiel war die erste Landesliga-Partie des ATSV Erlangen nach 42 Jahren - damals ging das Abenteuer nach nur einer Spielzeit wieder zu Ende. Danach sieht es heuer nicht aus - auch, weil der Saisonauftakt mit 2:0 gegen Kornburg gelang und weil danach noch 28 weitere Zähler folgten, durch die der Aufsteiger schon jetzt 13 Punkte Vorsprung auf die Gefahrenzone hat. Der TSV hat bisher ebenfalls eine gute Saison gespielt, jüngst aber in Mitterteich enttäuscht (0:2) und noch keine Gelegenheit gehabt, die Scharte auszuwetzen, weil die Partie gegen Schwabach ausfiel. Die Erlanger dürfen sich also auf einen heißen Tanz einstellen, zumal der Fast-Aufsteiger der vergangenen Saison zumindest noch Platz 2 im Visier hat. red
SSV Kasendorf (18.) -
Baiersdorfer SV (8.)
Spötter könnten behaupten, dass die aktuelle Form für Kasendorf (fünf Niederlagen, 3:17 Tore) und gegen Baiersdorf (fünf Niederlagen, 2:18 Tore) spricht. Trotz sportlicher Parallelen: Als Tabellen-Achter mit 29 Punkten stehen die Krenkicker natürlich deutlich besser da als die Oberfranken. Kürzlich hat der SSV seinen bisherigen Torwart- und Co-Trainer Christoph Wächter zum Chefcoach befördert, beim ASV Vach gab es vergangene Woche dennoch ein 0:3. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Die Jungs haben engagiert und leidenschaftlich gespielt. Sie zeigen, dass wir aus dieser Krise rauswollen", sagt Wächter. tsc


Bezirksliga Mittelfranken 1

FC Herzogenaurach (6.) -
SpVgg Diepersdorf (18.)
Zum Rückrundenauftakt empfängt der FC Herzogenaurach den Tabellenletzten, der aber nicht als Kanonenfutter betrachtet werden darf. Die Pumas wollen aus den fünf noch ausstehenden Partien des Jahres zehn Punkte holen, denn sie sind trotz der guten Tabellensituation noch mitten drin im Abstiegskampf. Auch wenn die Saison, praktisch ohne Sommerpause, kräftezehrend war, müssen diese Spiele mit voller Konzentration angegangen werden. Einsatzbereitschaft, Geschlossenheit und eine konsequente Chancenverwertung sind auch gegen Diepersdorf unabdingbar. FC-Trainer Jakob Karches hat fast seinen kompletten Kader zur Verfügung, Ausfälle durch Platzverweise können sich die Pumas dennoch nicht erlauben. uz


Kreisliga 1 ER/PEG

SC Adelsdorf (1.) -
ASV Weisendorf (3.)
Vor einer Woche wäre es es absolute Spitzenspiel der Kreisliga 1 gewesen, doch überraschend verloren sowohl der Spitzenreiter aus Adelsdorf als auch der ASV Weisendorf, so dass sich der TSV Röttenbach auf den zweiten Rang schieben konnte. Eine weitere Niederlage des Primus wäre die Chance für den Zweit- und Drittplatzierten, weiter heranzukommen. "Wir haben einfach einen kleinen Kader. Alle in der Liga reden nur davon, dass wir aufsteigen. Aber wir sehen das nicht so. Ich schaue von Spiel zu Spiel", gibt sich Adelsdorfs Trainer Manfred Dedaj bescheiden. BB


Kreisklasse 1 ER/PEG

Victoria Erlangen (6.) -
TSV Vestenbergsgreuth (11.)
Gegen drei Aufsteiger hat sich der TSV bisher versucht - einem Sieg stehen ein Remis und eine Niederlage gegenüber. Die nächsten beiden Gegner sind ebenfalls Neulinge. Und weil ein Sieg gegen den ATSV Erlangen II aktuell unrealistisch erscheint, würden die Greuther gut dran tun, morgen bei der Victoria zu punkten, um sich noch deutlicher von der Abstiegszone zu distanzieren. Die Victoria hat fünf ihrer sechs Siege mit nur einem Unterschied gewonnen und dabei sogar zweimal einen Rückstand aufgeholt. Dennoch kann der TSV um Spielertrainer Gezim Feta, der vom Tor auf seine angestammte Position in der Abwehr zurückkehrt, etwas mitnehmen, wenn er genauso wie vergangene Woche auftritt. red


Kreisklasse Bamberg 3

DJK Schnaid/Rothens. (10.) -
DJK-SC Vorra (9.)
Wohin führt der Weg der Rothensander? Vorbei am Tabellennachbarn, der einen Punkt mehr, aber auch schon ein Spiel mehr bestritten hat? In der vergangenen Saison bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe, hielten erst in der Relegation die Klasse. Die bisherigen Leistungen der Mannschaft von Trainer Gerd Emrich sind wechselhaft. Auf die ärgerliche Niederlage gegen die Stegauracher Reserve folgte ein Remis gegen den TSV Burghaslach, das Mut machen dürfte. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison wurde Vorra mit 5:1 überrollt - ein ähnlicher Husarenritt ist jedoch unwahrscheinlich: Erst drei der bisher sieben Heimspiele konnte die DJK für sich entscheiden. red


A-Klasse Bamberg 1

FC Frimmersdorf (3.) -
SV Waizendorf (7.)
Nach dem Ausrutscher in Röbersdorf hat sich der FC um Spielertrainer und Top-Torjäger Fabian Schöbel (21 Treffer) wieder gefangen und geht als Favorit in das Duell mit dem Absteiger, der zwar drei der vergangenen fünf Partien für sich entscheiden, es bisher aber vornehmlich mit Teams aus der zweiten Tabellenhälfte zu tun hatte. Die Gastgeber werden schon allein deshalb motiviert an die Sache herangehen, da sie mit einem Sieg punktemäßig mit dem spielfreien Tabellenführer aus Wachenroth gleichziehen könnten. red


A-Klasse 1 ER/PEG

TSV Frauenaurach (7.) -
Jugoslavija Erlangen (4.)
Nach einem furiosen Saisonstart zählt Jugoslavija Erlangen zu den Aufstiegskandidaten. Entsprechend optimistisch gehen die "Jugos" in das Spiel. "Natürlich sind wir sehr zufrieden, mit dem neuen Trainerteam läuft es nicht nur nach Plan, sondern es übertrifft sogar unsere Erwartungen", erklärt Vorstand Bojan Bajic, der Frauenaurach als "starken Gegner" bezeichnet. Vor allem die Mischung zwischen Jung und Alt passe im Erlanger Team, dies sei nicht immer so gewesen. "Früher waren wir vom Schnitt her immer eine der ältesten Mannschaften, jetzt kommen immer mehr jüngere Spieler hinzu", weiß Bajic. "Mit einem Gerüst um die Vujevic-Brüder, die das Team führen, konnten die neuen Spieler sehr gut integriert werden." Ein weiteres Erfolgsrezept könnte sein, dass die Truppe inzwischen regelmäßig trainiert - zumindest einmal in der Woche. mho
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