Schlüsselfeld

Schlüsselfelder Stadträte wollen den Vereinen kein Geld hinterherwerfen

Lediglich beim Zuschussantrag des TSV Aschbach war alles klar, denn die Stadt Schlüsselfeld hat ihre freiwilligen Leistungen an Vereine und Gruppen seit lan...
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Lediglich beim Zuschussantrag des TSV Aschbach war alles klar, denn die Stadt Schlüsselfeld hat ihre freiwilligen Leistungen an Vereine und Gruppen seit langem beschlussmäßig festgelegt. Somit gewährt die Stadt dem Sportverein zur Sanierung des Eingangsbereichs der Turnhalle einen Investitionszuschuss von sieben Prozent auf die nachzuweisenden Kosten. Laut Schätzung fallen für die Sanierung rund 30 000 Euro an.
Anders lief die Diskussion beim Antrag auf den Beitritt zum Trägerverein Steigerwaldzentrum. Zuständig ist der Verein für das Informations- und Erlebniszentrum in Handthal. Viele Kommunen und Ämter gehören dem Trägerverein als Mitglieder an. Zehn Cent pro Einwohner und Jahr mache der Beitrag aus, gab Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) in der Sitzung bekannt.
Bei rund 5700 Einwohnern errechne sich ein Jahresbeitrag von 570 Euro. Die Mitgliedsgemeinden, die räumlich näher beim Steigerwaldzentrum lägen, hätten einen höheren Beitrag zu entrichten. Krapp fand, die Stadt solle sich den anderen Gemeinden gegenüber kollegial verhalten.
"Müssen wir alles mitmachen?", war aus dem Gremium zu hören. Und Renate Gojtka (SPD) wollte gerne einmal aufgelistet haben, welche Einrichtungen ähnlicher Art die Stadt überhaupt unterstütze. Offensichtlich eine ganz Reihe an Organisationen, denn Krapp meinte, da laufe viel parallel nebeneinander. Er wies aber auch darauf hin, dass das Steigerwaldzentrum die gesamte Region aufwerte.
Ob und welchen wirtschaftlichen Nutzen letztendlich die Stadt davon habe, sei kaum nachzuweisen. Das Zentrum in Handthal könne aber ein Anfang auf einem guten Weg sein. Die Unterstützung sei daher berechtigt. "Wer nicht dabei ist, kann auch nicht mitreden", brachte Geschäftsleiter Georg Obermayer die Diskussion auf den Punkt. Der Beitritt wurde bei einer Gegenstimme beschlossen.


Keine Defizitübernahme

Kontrovers diskutiert wurde auch der Antrag der Eisenbahnfreunde, die zum Schlüsselfelder Winkelmarkt am 26. Juni wieder nostalgische Eisenbahnfahrten nach Schlüsselfeld organisieren. Im vergangenen Jahr sei das eine runde Sache gewesen, erinnerte sich Bürgermeister Krapp. Die Stadt hatte den Verein mit drei Euro pro Fahrgast unterstützt. Jetzt hätten es die Eisenbahnfreunde gerne gesehen, dass die Stadt ein eventuelles Defizit bis zu 1500 Euro abdeckt. Zum Beispiel, wenn bei sehr schlechtem Wetter keine Fahrgäste kommen.
"So was habe ich noch nie gehört", meldete sich Peter Giehl (FWG) zu Wort. "Da freuen sich alle Vereinsvorstände in der ganzen Großgemeinde, wenn sich das rumspricht", stimmte Hans Wagner (FWG) seinem Vorredner bei. Am Ende wurden den Eisenbahnfreunden zwei Euro pro Fahrgast zugesagt. Die Übernahme des Ausfallrisikos wurde jedoch mit 14:5 Stimmen abgelehnt.

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