Laden...
Schlüsselfeld

Schlüsselfeld will Wohnbedürfnisse von Senioren beachten

Es könnte ein "Generationen-Campus" werden, ein Zukunftsmodell ist es auf jeden Fall: Die Johanniter planen in Schlüsselfeld eine Seniorenwohnanlage mit Tag...
Artikel drucken Artikel einbetten
Es könnte ein "Generationen-Campus" werden, ein Zukunftsmodell ist es auf jeden Fall: Die Johanniter planen in Schlüsselfeld eine Seniorenwohnanlage mit Tagespflege.
Sie soll gegenüber dem bestehenden Ärztehaus an der Bamberger Straße entstehen und rund 60 Wohneinheiten für Senioren beinhalten. In der Stadtratssitzung wurde ein erstes Konzept vorgestellt. In dem Gebäudekomplex finden sich außer einer Wohnanlage auch ein großer Dienstleistungsbereich für Pflege, ärztliche Versorgung, Physiotherapie und Ähnliches. Im Westen des Areals sind "ganz normale" Einfamilien- oder Doppelhäuser vorgesehen, die verkauft werden sollen.
Ja sogar an eine Kinderkrippe wird gedacht. Wie zu hören war, müssen die Johanniter das gesamte 14 500 Quadratmeter große Grundstück erwerben. Nur unter dieser Voraussetzung wären die Grundstückseigentümer zum Verkauf bereit.


Glücksfall

"Ein Glücksfall für Schlüsselfeld und ein absoluter Fünf-Sterne-Faktor", freut sich Bürgermeister Johannes Krapp. Er dankte daher auch den Johannitern, dass sie Schlüsselfeld als ihren Standort ausgewählt haben.
Dafür gibt es allerdings ausreichend Argumente, die der Konzeptberater und Gesundheitsökonom Christian Moosbrugger in seiner Standortanalyse ausführlich darlegte. Moosbrugger hatte die demografische Entwicklung untersucht mit dem Ergebnis, dass neue Lösungen dringend angesagt sind.
Ein Großteil der Senioren habe im Alter veränderte Wohnwünsche, wolle also umziehen. Die "gehobene Kleinstadt" mit ausreichend "Health Care" - also medizinischer und gesundheitlicher Versorgung - werde bevorzugt. Anspruch und Wirklichkeit seien derzeit jedoch noch sehr verschieden.
Zudem werde ein großer Anteil Menschen "die da überhaupt nicht hingehören" stationär in Heimen versorgt. Für ambulant betreute Wohnzentren sei daher großer Bedarf vorhanden.
Zusammen mit dem Architekten Thomas Artinger hat Moosbrugger ein Konzept erarbeitet, das sich "durch seine variable Grundrissgestaltung" von herkömmlichen Wohnformen unterscheidet. Das bedeute, dass nach Bedarf zwei oder drei kleine Wohnungen zu einer zusammengelegt werden können. So könne auf Wünsche, beispielsweise von Ehepaaren, eingegangen oder auch genügend Bewegungsfreiheit für Rollstuhlfahrer geschaffen werden.


Bebauungsplan

Von dieser ersten "Ideenfindung" bis zum Tag, da alles in trockenen Tüchern ist und realisiert werden kann, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Zuvor muss auch noch ein Bebauungsplan erstellt werden.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren