Schweinfurt

Schläge und Griffe unter die Wäsche?

Als "On-Off-Beziehung" bezeichnet die Polizeibeamtin als Zeugin, was den Angeklagten (22) mit dem mutmaßlichen Opfer verbindet. Die 20-Jährige, mit der er e...
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Als "On-Off-Beziehung" bezeichnet die Polizeibeamtin als Zeugin, was den Angeklagten (22) mit dem mutmaßlichen Opfer verbindet. Die 20-Jährige, mit der er ein Kind hat, soll er im Januar körperlich misshandelt und an ihr gegen ihren Willen sexuell stimulierende Berührungen durchgeführt haben. So heißt es in der Anklage vor dem Schöffengericht.
In der von Alkoholkonsum geprägten Nacht zum 17. Januar soll der Angeklagte der 20-Jährigen im Streit eine Bodylotion an den Kopf geworfen haben. Einer Freundin habe er zweimal ins ins Gesicht geschlagen und sie getreten. Am 27. Januar habe er ihr nach der Schule aufgelauert. "Ich wollte ihn loswerden, er ist mir aber gefolgt", sagt sie. Auf der Straße sei es schon zum Streit gekommen. Als sie in die Wohnung ihres Opas ging, habe er sich "mitreingedrängt".
Im Schlafzimmer sei der Streit zwischen dem Angeklagten und ihr weitergegangen. Er habe sie aufs Bett geschubst, sich auf sie gesetzt, ruckartige Bewegungen gemacht und sie zu küssen versucht. Laut Anklage hat er ihr minutenlang unter den Pullover an die Brust gegriffen und auch in die Hose. Ob und wie sich sich genau dagegen körperlich zur Wehr gesetzt hat, weiß die 20-Jährige, die auch als Nebenklägerin auftritt, nicht mehr genau.
Die Frage der Verteidigerin, wieso sie nicht laut um Hilfe gerufen hat, wo sich doch der Opa nebenan aufhielt, beantwortet sie nicht. Nach den sexuellen Übergriffen habe der Angeklagte ihr Handy und ihre Schulsachen gegriffen und sei verschwunden. Erst als sie es dem Opa gesagt hatte und dieser vom Angeklagten verlangt hatte, alles zurückzubringen, habe er dies getan.
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Nichts sei gegen den Willen der 20-Jährigen geschehen. Für die Beweisaufnahme reichte der Tag nicht. Das Verfahren wird am 4. Oktober fortgesetzt. fan

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