Frauenaurach

Schild erinnert an Vergangenheit des Klosters

Zur Erinnerung an das ehemalige Frauenkloster in Frauenaurach, das von 1267 bis 1549 bestand, konnte ein Denkmalschild der Öffentlichkeit übergeben werden. ...
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Zur Erinnerung an das ehemalige Frauenkloster in Frauenaurach, das von 1267 bis 1549 bestand, konnte ein Denkmalschild der Öffentlichkeit übergeben werden. Angestoßen hatte diese Aktion Manfred Kellner, Ortsringvorsitzender von Frauenaurach.
Das Kloster war eine Stiftung des Herdegen vor Gründlach aus dem Jahr 1267. Mit dieser Stiftung wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im kommenden Jahr kann Frauenaurach daher auch ein halbrundes Jubiläum begehen.


Zerstört im Bauernkrieg

Die Klosterstiftung erhielt 1271 seine Bestätigung durch Bischof Berthold von Bamberg und wurde mit Nonnen aus dem Kloster Engelthal bei Nürnberg besiedelt. Die Stiftsdamen lebten nach der Regel der Dominikanerinnen.
In das Kloster traten Töchter des fränkischen Adels ein, etwa Wallenrod, Truppach und Egloffstein, aber auch Nürnberger Patriziertöchter. Das Nonnenkloster war autark, so gab es zum Beispiel ein eigenes Brauhaus.
1313 wurde der um das Kloster entstandene Ort erstmals Frauenaurach genannt. Das Kloster erfuhr zahlreiche Zustiftungen.
Aus dem Jahr 1440 ist ein umfangreiches Verzeichnis der Besitze des Klosters durch die Priorin Elisabeth Auer, ein so genanntes Urbar, datiert. Im Jahr 1458 ging die Schutzhoheit von Gründlach an die Hohenzoller über. Das Kloster wurde im Bauernkrieg im Jahr 1525 zerstört. Nachdem der Markgraf in Kulmbach 1529 die Reformation eingeführt hatte, wurde in der Kirche ein evangelischer Pfarrer installiert.


Gemäuer bleibt übrig

Im Kloster durften keine Novizinnen mehr aufgenommen werden. Als im Jahr 1549 die letzte Priorin Kunigunda von Wallenrod gestorben war, konnte das Kloster durch den Markgrafen eingezogen werden und ein markgräflicher Verwalter eingesetzt werden. Der Ort wurde am 20. Mai 1553 im zweiten Markgrafenkrieg zerstört. So "dass nichts als das Gemäuer der Kirche und Closter Gebäude stehen geblieben" waren, wie es in einer alten Quelle heißt.
Mit dem Schild wird an diesen Zeitabschnitt Frauenaurachs erinnert, sagte Kellner. Sein Dank ging an die Unterstützer, die Schreinerei Sperr, den Ortsbeirat und Ludwig Strattner. Die Enthüllung der Tafel konnten Ortsringvorsitzender Manfred Kellner und Stefan Bergler, Vorsitzender des Ortsbeirat Frauenaurach vornehmen. Für die Musik sorgte der Posaunenchor. Denn: "Es hat noch keine Denkmalschildübergabe ohne den Posaunenchor gegeben", sagte Kellner. maw


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