Zeil am Main

Schicksalsparallelen sehen

Ausstellung   Der Künstler Michael Scholl setzt sich auseinander mit Leben und Tod. Im Zeiler Hexenturm sind seine Exponate zu sehen.
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"Trifft die weinenden Frauen" heißt dieses Exponat, das im Zeiler Hexenturm zu sehen sein wird. Foto: privat
"Trifft die weinenden Frauen" heißt dieses Exponat, das im Zeiler Hexenturm zu sehen sein wird. Foto: privat
Zeil — Die Ausstellung "Angeblickt mein Kreuzweg" im Zeiler Hexenturm wurde gestaltet von Michael Scholl. Der Kreuzweg ist ein Spiegel unseres eigenen Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen. Stationen der Krankheit, des Alleinseins, der Enttäuschung, des Todes. Augenblicke der Begegnung, der Liebe und des Glücks, Lichtblicke und Schattenwelten, Freude und Leid, Hoffnung und Verzweiflung.
Im Leidensweg Jesu und der Hexen erkennt der Bildhauer Michael Scholl viele Parallelen: "Jesus wurde: verraten - verhaftet - verurteilt - verspottet - getötet - verklärt. Hexen wurden: verraten - verhaftet - verurteilt - verspottet - getötet - verklärt.
Auch wir - verraten - verurteilen - verspotten und töten. Wir sind: Kläger - Richter - Volk - Opfer und Henker." Es sei "wichtig unsere Vergangenheit zu kennen - so können wir lernen, anders zu handeln".
Die Ausstellung läuft von Samstag, 14. Februar, bis Montag, 6. April. Geöffnet hat sie samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr, feiertags von 13 bis 16 Uhr. Montags ist die Ausstellung geschlossen, an Dienstagen und Freitagen hat sie für Schulen und Gruppen nach Vereinbarung auf.
Während die Ausstellung läuft, wird es ein Künstlergespräch geben, der genaue Termin wird erst noch bekanntgegeben. red

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