Gosberg
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Sanierungspläne für Gosberg

Demnächst wird der Ortskern von Gosberg saniert. Was verändert werden soll, wurde nun den Anwohnern erklärt.
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Die Bürger lauschten den Plänen für die Ortssanierung. Foto: Galster
Die Bürger lauschten den Plänen für die Ortssanierung. Foto: Galster
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Bereits 2001 beschloss der Gemeinderat Pinzberg die städtebauliche Sanierung von Pinzberg und Gosberg, wie Bürgermeister Reinhard Seeber in der Bürgerversammlung im Gasthaus Schuhmann jetzt ausführte. Erst 2008 gab es grünes Licht aus Bayreuth. Darauf wurde die städtebauliche Maßnahme Pinzberg durchgeführt und 2012 abgeschlossen. "Es waren für mich eineinhalb harte Jahre, aber das Ergebnis stimmt", stellte Seeber im Rückblick zufrieden fest.
Im Oktober 2013 beschloss der Gemeinderat Pinzberg, mit der städtebaulichen Sanierung von Gosberg fortzufahren. Nach umfangreichen Gesprächen mit den Behörden wurden die Planungsbüros Topos und Weyrauther mit der Planung beauftragt. Gegenstand ist zunächst die Sanierung der Bahnhofsstraße und Beckengasse.
Am 28. September 2016 hatten alle Anlieger bei einer Ortsbegehung die Möglichkeit, ihre Wünsche und Sorgen anzubringen. Das Projekt umfasst laut dem Planungsbüro Weyrauther Bamberg Kosten in Höhe von rund 1,423 Millionen Euro. Dieter Blase als Stadt- und Landschaftsplaner von Topos stellte den dringenden Bedarf des Ausbaus fest. Er ging anhand einer Präsentation detailliert die Strecke vom Bahnhof mit Bahnhofsvorplatz bis zum Rathaus zur Staatsstraße durch. Man hofft immer noch auf eine Einigung mit der Bahn am Bahnhofsplatz, der zurzeit keine Referenz, sondern eher einen "unterirdischen Eindruck" für Gosberg für ankommende Gäste, darstelle.
Blase könnte sich ein kleines Ankunftsgebäude, eine Wartehalle oder auch Platz für Fahrräder im Gebäude vorstellen, dazu Raum für Park and Ride. Die Fahrbahn ist durchgehend auf eine Breite von sechs Metern angelegt. Gestalterisch ist die Einmündung Hirtenstraße, der Kinderspielplatz oder die Fläche um das Feuerwehrhaus herauszuarbeiten. Parkplätze könnten an der Straße entlang entstehen.


Kosten werden teils übernommen

Die Beckengasse soll mit gepflastert werden. Stefan Seubert vom Ingenieurbüro Weyrauther erläuterte ausführlich die baulichen Maßnahmen der Straße. Schwerpunkte sind der Unterbau der Straße, der 60 Zentimeter betragen muss. Das Thema Oberflächenwasserbeseitigung und Schmutzwasser sind wesentliche Herausforderungen der Planung und Ausführung.
Dabei sind die Überlegungen der Klimaänderung mit stärkeren Regenfällen zu berücksichtigen. Koordinierend wirkt im Projekt Doris Heid vom gemeindlichen Bauamt. Sie erläutert in der Sitzung, was voraussichtlich auf die Anlieger der Bahnhofstraße und Beckengasse zukommt.
Die Kosten der Fahrbahn von 985 000 Euro werden zu 50 Prozent umgelegt, zu 50 Prozent von der Gemeinde übernommen. Die Gestaltung des Umfeldes wie Gehwege oder Grünstreifen werden auf 362 000 Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Gemeinde 35 Prozent.
Für nicht durch Beiträge gedeckte Kosten erhält die Gemeinde 60 Prozent städtebauliche Förderung. Der Gemeinderat Pinzberg wird in seiner nächsten Sitzung am 19. Dezember die besprochene Planung formell beschließen und zur Genehmigung an die Regierung in Bayreuth geben. 2017 sollen die Lose ausgeschrieben und der Bau begonnen werden. Reinhard Seeber wies nachdrücklich auf das kommunale Förderprogramm hin, das allen Anliegern offensteht, aber beantragt werden muss. Sowohl die kommunale Verwaltung um Doris Heid als auch das Planungsbüro Topos werden dafür Sprechzeiten einrichten, die im Mitteilungsblatt veröffentlicht werden.

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