Hochstadt
Gemeinderat 

Sanierung der Brücke genehmigt

Ab 2017 wird die Mainbrücke 18 Monate lang saniert. Derweil gab es bei der Genehmigung des Gemeindehaushaltes einige Auflagen vom Landratsamt.
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Nächstes Jahr wird die Hochstadter Mainbrücke aufwendig saniert. Zu diesem Zweck wird eine Behelfsumfahrung errichtet.  Foto: Werner Hauber
Nächstes Jahr wird die Hochstadter Mainbrücke aufwendig saniert. Zu diesem Zweck wird eine Behelfsumfahrung errichtet. Foto: Werner Hauber
"Stärke ist, seine Schwächen zu zeigen." Mit diesen Worten begann Gemeinderat Bernd Kraus (CSU) bei der Gemeinderatssitzung seine sehr emotionale Ansprache, in der er seinen Rücktritt begründete, den er bereits am 1. Juni schriftlich eingereicht hatte. "Nach schwerer Krankheit habe ich immer noch mit schweren gesundheitlichen Defiziten zu kämpfen, die mich dazu zwingen, mein Amt niederzulegen."
Der Wolfslocher, der acht Jahre lang dem Gemeinderat angehörte, dankte ausdrücklich der Bevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen sowie dem Bürgermeister und den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit und die Kameradschaft. Seinem Amtsnachfolger wünschte Kraus viel Erfolg und alles Gute.
Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) überreichte Kraus ein Abschiedspräsent und dankte ihm für die stets angenehme Zusammenarbeit: "Wir nehmen deinen Rücktritt mit großem Bedauern auf und wünschen dir für die Zukunft viel Gesundheit und alles Gute." In der nächsten Gemeinderatssitzung soll der Listennachfolger Johannes Will vereidigt und die Neubesetzung der Ausschüsse vorgenommen werden.
Ab 2017 soll die Mainbrücke am nördlichen Ortsausgang in einem Zeitrahmen von 18 Monaten saniert werden, so Bürgermeister Kneipp. Zu diesem Zweck werde im Frühjahr 2017 damit begonnen, eine Behelfsumfahrung zu errichten. Diese werde in Fahrtrichtung Zettlitz, rechts neben der bestehenden Brücke, installiert. Hierfür würden unter anderem auch etwa 1000 Quadratmeter gemeindeeigene Grundstücke beansprucht, wofür die Räte die Genehmigung erteilten.
Des Weiteren tritt die Gemeinde Hochstadt der Seniorengemeinschaft für den Landkreis Lichtenfels bei. Dies beschlossen die Räte auf Antrag der Federführenden des Vereins, Monika Faber und Dieter Erbse. Der Verein ist tätig in der Förderung der Seniorenhilfe, der Unterstützung von Personen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, und fördert das bürgerschaftliche Engagement zugunsten dieser Zwecke. Die Gemeinde als Institution zahlt künftig einen Jahresbeitrag in Höhe von 50 Euro an den Verein.


Haushalt mit Auflagen

Kneipp setze das Gremium darüber in Kenntnis, dass die Haushaltssatzung mit dem Haushaltsplan der Gemeinde für das laufende Haushaltsjahr 2016 dem Landratsamt Lichtenfels zur rechtsaufsichtlichen Prüfung und Genehmigung vorgelegt worden ist. Mit Bescheid vom 30. Mai wurde diese genehmigt.
Vor dem Hintergrund einer auch künftig angespannten Finanzlage in der Gemeinde wurden einige Nebenbestimmungen festgesetzt. So müsse die Gemeinde alle Einnahmequellen zeitnah ausschöpfen und alle Möglichkeiten zum Sparen vornehmen. Außerdem müssen vor Beginn neuer Maßnahmen deren Unaufschiebbarkeit, der Kostenrahmen und die Finanzierung geprüft werden.
Die Einrichtung der Wasserversorgung weise eine Unterdeckung auf, weshalb die Gebühren zu prüfen und die Sätze anzupassen seien.
Außerdem gab der Bürgermeister bekannt, dass er den Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau in Wolfsloch, Burgstall, Gruben und Hochstadt-Nord erhalten habe. Durch die Telekom werden 8,2 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und vier Multifunktionsgehäuse installiert. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 250 078 Euro. Der Freistaat Bayern steuert 200 062 Euro bei, wodurch sich der Eigenanteil der Gemeinde auf 50 016 Euro reduziert.
Durch den Verkauf eines Leerrohres von etwa 1,2 Kilometern Länge an die Telekom würden zusätzlich etwa 10 000 Euro in die Gemeindekasse gespült, so Kneipp. Der Beginn des Ausbaus werde im Herbst dieses Jahres sein. Ab etwa Juni 2017 können dann 148 Haushalte auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream und bis zu 20 Mbit/s im Upstream zugreifen (siehe auch Artikel unten).

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