Sand am Main

Sander erwarten harten Kampf

Fussball-Bayernliga   Der FC geht in der zweiten Relegationsrunde am heutigen Dienstag gegen die SpVgg Selbitz mit Respekt, aber auch Zuversicht in sein Heimspiel. Der Gegner ist ein alter Bekannter aus der ehemaligen Landesliga Nord.
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Der Sander Torwart Dominik Biemer (blaues Trikot) und seine Vorderleute sind in der Relegationsrunde noch ohne Gegentreffer und wollen die "weiße Weste" auch heute Abend wahren.  Foto: Günther Geiling
Der Sander Torwart Dominik Biemer (blaues Trikot) und seine Vorderleute sind in der Relegationsrunde noch ohne Gegentreffer und wollen die "weiße Weste" auch heute Abend wahren. Foto: Günther Geiling
von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Mit einem 3:0 zu Hause und dem 1:0-Sieg in Erlangen hat der FC Sand die erste Hürde in der Relegationsrunde zur Fußball-Bayernliga Nord souverän genommen. Im zweiten und entscheidenden Durchgang wartet mit der SpVgg Selbitz ein wohl schwereres Hindernis auf die Sander. Im ersten Aufeinandertreffen mit den Selbitzern am heutigen Dienstag (18.30) möchte der FC Sand im heimischen Seestadion den Grundstein dafür legen, die lange Saison vielleicht doch mit dem Aufstieg zu krönen.
Die SpVgg Selbitz ist in Sand keine unbekannte Mannschaft. Lange Jahre waren die Gäste aus dem Hofer Umland ein unbequemer Gegner des FC Sand in der damals noch ungeteilten Landesliga Nord und danach der Bayernliga. In der Saison 2011/12 trennte man sich in Selbitz mit einem 2:2. Das Rückspiel in Seestadion gewannen die Selbitzer mit 1:0. In der Saison 2012/13 drehten die Sander den Spieß zunächst um und gewannen bei der SpVgg mit 3:0, verloren aber zu Hause mit 1:2.
Die Selbitzer erreichten mit 65 Punkten und 73:43 Toren den zweiten Tabellenplatz der Landesliga Nordost. Dabei waren sie vor allem zum Schluss hin sehr erfolgreich und gewannen bei nur einem Unentschieden sieben ihrer letzten acht Punktespiele. Bester Torschütze der Ostoberfranken ist Routinier Markus Bächer mit 19 Treffern vor Fabian Eibl (13). In der ersten Relegationsrunde setzte sich Selbitz mit einem 1:1 daheim und einem 2:2 auswärts Dank der mehr erzielten Auswärtstreffer gegen den Bayernligisten TSV Neudrossenfeld durch.
Die Sander wissen um die Spielstärke des heutigen Gegners. Sie gehen das dritte Qualifikationsspiel jedoch im Bewusstsein, mit Erlangen-Bruck ebenfalls einen Bayernligisten ausgeschaltet zu haben, erneut mit breiter Brust an. Trainer Bernd Eigner dazu: "Wir haben gegen Erlangen zwei Mal zu null gespielt und kaum eine Torchance des Gegners zugelassen. Auch dass wir in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren haben, gibt uns das Selbstvertrauen, das wir auch gegen die SpVgg Selbitz in die Waagschale werfen wollen".
Der Sander Trainer ist sicher, dass sein Team alles versuchen wird, um sich im Heimspiel eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag zu schaffen. Eigner und seine Spieler wissen aber auch, dass sie hart gefordert werden, denn, wie sich der Trainer ausdrückt, "spielen die Selbitzer einen guten Ball. Ich gehe davon aus, dass beide Spiele kampfbetont und offen geführt werden. Entscheidend wird sein, welche Mannschaft den größeren Willen und die Standfestigkeit aufbringt, die Schmerzen nochmals wegzudrücken, und sich durch Einsatz und Zweikampfstärke die größeren Spielanteile verschafft."

Karmann ist angeschlagen

Schmerzen wegdrücken müssen beim FC Sand gleich mehrere Spieler. Allen voran Andre Karmann, der in Erlangen zur Pause wegen einer Bauchmuskelzerrung aus dem Spiel genommen wurde. Obwohl ärztliche Untersuchungen noch ausstehen, möchte der Kämpfer Karmann aber ebenso mit von der Partie sein wie René Finnemann und Florian Pickel. Welche Anfangsformation er auf das Feld schicken wird, will Eigner erst kurzfristig entscheiden.
Dass der FC Sand beim Spiel in Erlangen nach der 1:0-Pausenführung im zweiten Durchgang vielleicht nicht mehr ganz so hart gefordert wurde wie die SpVgg Selbitz bei ihrem 2:2 in Neudrossenfeld, könnte ein leichter Vorteil für die "Schwarz-Weißen" sein. Davon will Trainer Bernd Eigner jedoch nichts wissen, denn er ist überzeugt davon, dass in einem Qualifikationsspiel jeder Spieler bis an seine Leistungsgrenze geht. "Da gibt es keine Vorteile", sagt er. "Die Chancen stehen 50:50. Wer seine Nervosität besser in den Griff kriegt und vom Kopf her freier ist, wird am Ende das Rennen machen. Ich hoffe, das wir vom FC Sand das besser hinkriegen und uns durchsetzen können."
FC Sand: Biemer, Schanz - Finnemann, Gundelsheimer, Götz, Karmann, T. Krines, Leim, F. Pickel, J. Pickel, Ribeiro, Rippstein, D. Schlereth, Th. Schlereth, Schmitt, Wasser, Wieczorek, Wirth

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