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Fischbach

Samiel ist einer von elf jugendlichen Flüchtlingen, die beim SV Fischbach trainieren

Fischbach — Der SV Fischbach ist beispielgebend in der Integration von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen. Zehn junge Fußballspieler aus fünf afrikanischen Ländern nehmen am T...
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Wie Samiel aus Eritrea (links) werden beim SV Fischbach zehn unbegleitete jugendliche Flüchtlinge integriert. Dafür dankte BLSV-Kreischef Karl H. Fick (3.v.l.) den Vorsitzenden ( von links) Udo Pohl (2. Vorsitzender) und Thomas Volk (1. Vorsitzender). Mit im Bild die Betreuerin der Jugendlichen, Franziska Wicklein. Im Tor steht Moritz Tremel. Foto: eh
Wie Samiel aus Eritrea (links) werden beim SV Fischbach zehn unbegleitete jugendliche Flüchtlinge integriert. Dafür dankte BLSV-Kreischef Karl H. Fick (3.v.l.) den Vorsitzenden ( von links) Udo Pohl (2. Vorsitzender) und Thomas Volk (1. Vorsitzender). Mit im Bild die Betreuerin der Jugendlichen, Franziska Wicklein. Im Tor steht Moritz Tremel. Foto: eh
Fischbach — Der SV Fischbach ist beispielgebend in der Integration von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen. Zehn junge Fußballspieler aus fünf afrikanischen Ländern nehmen am Training des Kreisklassisten (Kreisklasse 4) teil. Samiel ist ein 17-jähriger Jugendlicher aus Eritrea. Wie noch zehn andere seiner Kollegen, die als unbegleitete jugendliche Flüchtlinge in den Landkreis Kronach kamen, wurde er vom SV Fischbach herzlich aufgenommen und darf hier die vom SV gesponserten Fußballschuhe und Dress anziehen. Heute hat der Stürmer seinen ersten Einsatz für die Fischbacher A-Jugend im Freundschaftsspiel gegen die Jugend des TSV Steinberg. Er fiebert seinem Einsatz entgegen. Und dann tauchen wir von der Zeitung auf und bitten um ein Foto. Mit strahlendem Gesicht schnappt er sich den Ball und geht zum Elfmeterpunkt und kurzer Anlauf und schon ist der Ball im Netz. Doch so dürfen wir das nicht, erklärt ihm seine Betreuerin Franziska Wicklein. Sie ist für die 14 Jugendlichen, die zurzeit ihre Unterkunft im Gasthaus Söllner in Fischbach haben, als Betreuerin bestellt.
Franziska Wicklein kommt von der Rummelsberger Diakonie und wurde Anfang August, als die jugendlichen Flüchtlinge hier eintrafen, als Betreuerin bestellt. Es sind 14 unbegleitete Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern, wie Gambia, Ghana, Nigeria und Mali (alle Westafrika) und aus Eritrea in Ostafrika.
Zum Schutz der jugendlichen Flüchtlinge dürfen keine Porträt-Fotos oder Fotos veröffentlicht werden, auf denen ihr Gesicht erkennbar ist, informiert sie vor dem Fototermin.
Samiel lacht dabei wieder freundlich in die Fotokamera, er kann es nicht verstehen. Also wird die Elfmeterszene mehrmals wiederholt, bis Samiel weiß, er soll gar nicht schießen, denn vor dem Spielanstoß wollten auch BLSV-Kreisvorsitzender Karl H. Fick und der 1. Vorsitzende des SV Fischbach, Thomas Volk, noch einige Worte sprechen. Der BLSV-Kreisvorsitzende Fick dankte dem SV Fischbach, der mit dieser Aktion sicher eine Vorreiterrolle unter den Sportvereinen im Landkreis Kronach übernommen hat und schenkte einen Ball und Gutschein aus Dankbarkeit und zur Motivation. Gerade der Fußball habe die Kraft, Menschen auch über kulturelle Unterschiede hinweg zusammenzubringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Er fördere die Begegnung, schaffe Verständigung und baue wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab, sagte Fick. Er informierte auch, dass diese jugendlichen Flüchtlinge während der Trainingsphase über eine Pauschalversicherung, genauso wie der Sportverein, abgesichert sind. Der 1. Vorsitzende Thomas Volk zeigte sich sehr zufrieden mit der Aufnahme der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge in seinem SV Fischbach. "Die Anregung kam von Pfarrerin Alina Ellgring, doch diese Jugendlichen über den Fußballsport leichter zu integrieren und wir tun dies seit einigen Wochen ohne Probleme. Die Jugendlichen haben Spaß am Fußball und es sind auch einige Talente dabei, die wir sicher, sofern sie hier länger bleiben, ebenfalls im Spielbetrieb anmelden wollen. eh
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