Haid

Salut für einen erfahrenen Jagdpächter

Haid — Fritz Nagel ist seit 50 Jahren Jagdpächter des Haider Jagdreviers. "Eine Jagdpacht über so viele Jahrzehnte auszuführen, ist eine ganz große Seltenheit", lobte der Kreisvors...
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Die Jagdhornbläser begrüßen mit ihrer Musik Fritz Nagel.  Foto: Erlwein
Die Jagdhornbläser begrüßen mit ihrer Musik Fritz Nagel. Foto: Erlwein
Haid — Fritz Nagel ist seit 50 Jahren Jagdpächter des Haider Jagdreviers. "Eine Jagdpacht über so viele Jahrzehnte auszuführen, ist eine ganz große Seltenheit", lobte der Kreisvorsitzende des Landesjagdverbandes, Hans-Jürgen Dittmann. "Da muss schon alles zusammenpassen. Das gute Verhältnis zu den Jagdgenossen ist die entscheidende Grundlage", sagte Dittmann weiter.
Das sah auch der Vorsitzende der hiesigen Jagdgenossenschaft, Georg Kratz, so. Er hatte zum Festakt auf den Haider Kellern eingeladen und hielt die Laudatio auf den Jubilar. Die Jagdhornbläser begrüßten die vielen geladenen Gäste. Der 75-jährige Nagel hat 1964 die Jagd der neu gegründeten Jagdgenossenschaft Haid gepachtet und bis heute behalten. Er konnte von vielen Begebenheiten und kuriosen Geschichten berichten.
1968 habe er beispielsweise einen Vogel geschossen, den niemand kannte. Ein Präparator habe anschließend festgestellt, dass es sich um einen Kormoran handle. Der Vogel sollte später den Haider Teichwirten noch viel Ärger bereiten.

Ein Freund der Karpfen

Bei der Jagd haben sich die Probleme im Laufe der Zeit verändert. So wurde 1996 von den 350 Hektar des Jagdgebiets rund 140 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Und während vor zehn Jahren ein Wildschwein eine Seltenheit war, seien sie heute zur Plage geworden.
In seiner Eigenschaft als Jagdpächter und Eigentümer von Karpfenweihern hat Fritz Nagel auch die Haider Fischereifachgespräche ins Leben gerufen.

Mathias Erlwein

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