Kronach

Säulen der Prävention errichten

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe wurden verpflichtet, mit den privaten Trägern Vereinbarungen abzuschließen. Diese sollen dazu führen, die Thematik d...
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Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe wurden verpflichtet, mit den privaten Trägern Vereinbarungen abzuschließen. Diese sollen dazu führen, die Thematik der sexualisierten Gewalt zu behandeln und Maßnahmen dagegen zu ergreifen, wie Jörg Schnappauf, Vorsitzender der TS Kronach, berichtet.
Dass eine solche Vereinbarung beim Verein nicht einfach nach der Unterschrift zu den Akten gelegt wird, ist ihm sehr wichtig. Zwar könne niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass wegen Präventionsmaßnahmen nie etwas passieren werde, doch die Wahrscheinlichkeit sexualisierter Gewalt im Vereinsleben lasse sich dadurch deutlich senken. "Wir erhalten somit ein Qualitätsmerkmal als sicherer Sportverein", ist Schnappauf überzeugt. Auf fünf Säulen soll das Konzept der Prävention bei der Turnerschaft nun gestellt werden:

1.Die Erfassung aller Mitglieder, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sowie das Einfordern eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses von ihnen. "Das hat bisher jeder - ausnahmslos - vorgelegt", so Schnappauf.

2.Das Thema wird in die Satzung aufgenommen. Der Verein verpflichtet sich dadurch zu einem Präventionskonzept. Die Mitglieder werden aufgerufen,
Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt zu melden. Der Verein kann Fehlverhalten sanktionieren.

3. "Vertrauenspersonen sind der dritte Baustein", stellt der Vorsitzende fest. Diese werden vom Verein ernannt.

4. Regelmäßig soll in den Abteilungen das Gespräch gesucht werden. DerNachwuchs soll aufgeklärt werden, wo sexualisierte Gewalt beginnt; dabei geht es nicht nur um körperliche Vergehen, sondern auch um sprachliche.

5. Die Fachübungsleiter werden aufgefordert, eine Selbstverpflichtung zur Prävention zu unterzeichnen. mrm

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