Ebermannstadt

Sänger sorgen sich um die Zukunft

"Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder", so Vorsitzender Franz Josef Kraus zu Beginn der Jahreshauptversammlung mit seinem Rec...
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Willibald Seuthe, Franz Schmitt und Josef Wagner (sitzend von links) sowie Willi Görl, Jürgen Rolf, Ewald Schneegans, Norbert Riedel, Dieter Weise Emden und Vorsitzender Franz Josef Kraus (stehend von links)  Foto: Helmut Vogler
Willibald Seuthe, Franz Schmitt und Josef Wagner (sitzend von links) sowie Willi Görl, Jürgen Rolf, Ewald Schneegans, Norbert Riedel, Dieter Weise Emden und Vorsitzender Franz Josef Kraus (stehend von links) Foto: Helmut Vogler
"Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder", so Vorsitzender Franz Josef Kraus zu Beginn der Jahreshauptversammlung mit seinem Rechenschaftsbericht des Sängerjahres 2016.
Und er zog aus diesem Sprichwort den Schluss, dass alle Frauen und Männer der drei Chöre des MGV Ebermannstadt gute Menschen sind. Auch die Sorge um den Nachwuchs wurde angesprochen. Warum ist es so schwer, so die Frage, für das wunderschöne Hobby des gemeinsamen Singens und Musizierens neue Mitglieder zu begeistern? Denn Chorsingen sage Ja zum Leben und sei Ausdruck positiver Lebensgestaltung.


Frühkindliche Entwicklung

Und so suchte Kraus die Gründe für die Misere in vielen Chören in der Vernachlässigung des Singens in der frühkindlichen Entwicklung in Kitas und Grundschulen.
Wenn der deutsche Durchschnittsbürger keine drei Volkslieder mehr mitsingen könne, werde es Zeit, über die Kulturpolitik nachzudenken. Denn junge Menschen seien für den Gesang grundsätzlich ja zu begeistern. Zu Beginn gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder.
Die von Rolf Wank vorgetragene Niederschrift wurde einstimmig genehmigt. Rolf Wank verstand es wie im Grunde immer, diesen an sich immer etwas trockenen Bericht mit humorvollen Einblicken und Vorkommnissen zu gestalten. Kerstin Horz, Leiterin des Chors Mixed Generation, Siegfried Cejpek, Chorleiter des Männerchors und Elisabeth Herrmann vom Frauenchor in Vertretung von Dirigent Alexander Ezhelev gaben ausführliche Berichte über das abgelaufene Sängerjahr. Die anwesenden Sänger nahmen erstaunt zur Kenntnis, wie viele Auftritte bei Konzerten und Feiern die drei Chöre hatten. Kassenverwalterin Beate Dorsch konnte von einem guten Kassenbestand berichten.
Kassenprüfer Ewald Schneegans berichtete von einer vorzüglichen Kassenführung, so dass einer Entlastung der Kassiererin und des gesamten Vorstandes nichts im Wege stand und auch einstimmig erfolgte.


Zahlreiche Ehrungen

Mit Hildegard Kosel-Zenske, Elisabeth Pöhlmann, Helga Lipfert, Rolf Wank, Danuta Schulik, Gretl Haus, Anne Stolle, Elisabeth Herrmann sowie Elke Reh wurden neun Sängerinnen für zehn Jahre mit der bronzenen Ehrennadel des Fränkischen Sängerbunds geehrt.
Jürgen Rolf, Winfried Reichhold, Dieter Böhm und Willi Görl erhielten für 25 Jahre die silberne Ehrennadel des FSB mit Urkunde. Für 40 Jahre Singen im Chor wurden Hannelore Lipfert und Ewald Schneegans geehrt. Für 60 Jahre Treue konnten Dieter Weise-Emden, Josef Wagner, Willibald Seuthe und Norbert Riedel die goldene Ehrnennadel mit dem Aufdruck "60" und Urkunden vom Fränkischen Sängerbund und Deutschen Chorverband erhalten und gar für 70 Jahre Treue erhielt Vereinswirt Franz Schmitt (Resengörg) beide Urkunden und die goldene Nadel mit dem Aufdruck 70.
Helmut Vogler
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