Rauhenebrach

SPD rügt Steigerwald-Aus

Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag kritisiert, dass die Staatsregierung bei der in Aussicht gestellten Einrichtung eines dritten Nationalparks in Bayer...
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Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag kritisiert, dass die Staatsregierung bei der in Aussicht gestellten Einrichtung eines dritten Nationalparks in Bayern den Steigerwald im Vorfeld bereits ausgeschlossen hat.
Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher rügt, wie aus einer Mitteilung der Sozialdemokraten hervorgeht, das Vorgehen der Staatsregierung als "mangelhaft". Es handele sich augenscheinlich um eine "fadenscheinige Absichtserklärung zu Marketingzwecken ohne jede Substanz".
Als "schlicht falsch und völlig unbegründet" sieht der SPD-Politiker die Vorfestlegung, der Steigerwald werde als Nationalpark ausgeschlossen. Die Aufhebung der dortigen Schutzzone (Hoher Buchener Wald bei Ebrach) sei ein "naturschutzpolitischer Sündenfall". Die CSU reklamiere für sich, so Rinderspacher, ein naturschutzpolitisches Wahrzeichen, dem sie selbst kämpferisch destruktiv gegenüberstehe. Wer wie beim Steigerwald jahrelang aus allen Rohren gegen den Nationalparkgedanken schieße, könne diese Idee nicht plötzlich entgegen allern bisherigen Verlautbarungen als Sinnstiftend vermarkten. Rinderspacher sieht die Staatsregierung in Erklärungsnot. Wie wolle Ministerpräsident Horst Seehofer den Menschen erklären, dass ein Nationalpark im Steigerwald Wirtschaft und Tourismus schade, aber im Spessart oder in der Rhön Wirtschaft und Tourismus massiv nütze?, fragt der SPD-Fraktionschef. ks

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