Eltmann

SPD Haßberge geht gestärkt in Neuwahlen

Königsberg/Haßfurt — Die Vorbereitung der Kreiskonferenz mit Neuwahlen, die am Samstag, 7. Februar, ab 10 Uhr in Eltmann stattfindet, stand im Mittelpunkt der Vorstandssitzung des ...
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Wolfgang Brühl
Wolfgang Brühl
Königsberg/Haßfurt — Die Vorbereitung der Kreiskonferenz mit Neuwahlen, die am Samstag, 7. Februar, ab 10 Uhr in Eltmann stattfindet, stand im Mittelpunkt der Vorstandssitzung des SPD-Kreisverbandes Haßberge in der Sportgaststätte des TV Königsberg.
"Wir gehen mit einer bewährten Mannschaft in die Neuwahlen", sagte Wolfgang Brühl (Eltmann). Der Kreisvorsitzende der Haßberge-SPD stellt sich ebenso erneut dem Votum der Mitglieder wie seine Stellvertreter Thomas Karg, Paul Hümmer und Helmut Dietz, wie aus einem Bericht der Solzialdemokraten hervorgeht.
"Wir haben hier in den vergangenen Jahren im Landkreis einiges bewegt", meinte der Kreisvorsitzende mit Blick auf die Erfolge bei den Kommunalwahlen. Die SPD stellt im Landkreis Haßberge seit dem vergangenen Frühjahr sieben Bürgermeister, mehr als je zuvor in den vergangenen 40 Jahren.

Im Bezirkstag

Auch im Bezirk sind die Sozialdemokraten mit Bernhard Ruß gut vertreten. Der langjährige Bürgermeister von Sand vertritt den Landkreis als einziger Politiker im Bezirkstag und konnte aus der Arbeit des Gremiums berichten. Vor allem von einer, "wie ich finde, sehr guten Idee", über die sich auch der Kreistag Haßberge Gedanken machen sollte. Im Bezirk wird nämlich eine Koordinierungsstelle für Inklusion geschaffen. Ein entsprechender Antrag von SPD, Grünen und Freien Wählern wurde in der Dezember-Sitzung des Bezirkstags Unterfranken mit nur einer Gegenstimme verabschiedet. "Eine Entscheidung mit Weitblick", meint Ruß.

An einem Strang ziehen

Es gebe mannigfaltige Maßnahmen und Konzepte zur Umsetzung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. "Wenn aber jeder versucht, sein Ding zu machen und alles alleine zu regeln, dann laufen viele gute Ideen ins Nichts oder werden nur unzureichend umgesetzt." Das zu verhindern wird die wichtigste Aufgabe eines Koordinators.
Eine Stelle, die sich auch Wolfgang Brühl gut auf Kreisebene vorstellen könnte. "Inklusion wird ein immer wichtigeres Thema", machte der Kreisvorsitzende klar. Eines, das besser gelingt, wenn man versucht, Kräfte zu bündeln. "Der Landkreis sollte diese Möglichkeit mit einer entsprechenden Stelle schaffen." Erfolg verspreche das Modell aber nur, wenn gewährleistet sei, dass es sowohl finanziell als auch personell ausreichend ausgestattet wird.
Ein weiteres Thema der Sitzung waren die Schlüsselzuweisungen des Freistaates an den Landkreis. Die sind gegenüber dem vergangenen Jahr um rund 800 000 Euro auf gut 13,5 Millionen Euro gestiegen. Auch die Gemeinden erhalten 2015 mehr Geld vom Freistaat. Hier stieg die Summe von gut 17 auf mehr als 20 Millionen Euro an. Ein erfreuliches Plus, meint die SPD, das zahlreichen Gemeinden im Landkreis einen deutlich größeren Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit, dringend nötige Projekte zu verwirklichen, schafft. Schlüsselzuweisungs-Krösus im Landkreis ist die Stadt Zeil mit einer Zuwendung von gut 1,8 Millionen Euro.
"Die Schlüsselzuweisungen sind eine Hilfe, aber sicherlich nicht die Lösung aller Probleme", machte Wolfgang Brühl klar. Noch immer gebe es auch im Landkreis Haßberge strukturschwache Kommunen. ks

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