Knetzgau

Runter in den Kohlenmeiler

Führung  Die Kohlenmeiler sind Zeugen der Rohstoffknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg. An diesem Samstag können Interessierte den Meiler auf dem Zabelstein besichtigen.
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Ein alter Kohlenmeiler am Zabelstein Foto: Gerold Snater
Ein alter Kohlenmeiler am Zabelstein Foto: Gerold Snater
Eschenau — Aufgrund der Rohstoffknappheit im Zweiten Weltkrieg wurden in ganz Deutschland Kohlenmeiler für die industrielle Gewinnung von Holzkohle in gemauerter Bauweise errichtet.
Es handelte sich dabei meist um größere Anlagen mit einer Größe von rund acht Mal 20 Metern. Es gab dabei auch immer drei große Brennkammern. Im Steigerwald oberhalb von Eschenau gibt es am Zabelstein noch einen sehr gut erhaltenen gemauerten Meiler, der inzwischen seit mehr als 50 Jahren stillgelegt ist.

Als Jugendlicher gearbeitet

Der Zeitzeuge Erich Meidel aus Schweinfurt hat am Ende des Zweiten Weltkriegs als Jugendlicher dort gearbeitet. Er kann desgalb auch aus erster Hand an Ort und Stelle über die seinerzeitige Gewinnung von Holzkohle berichten. Ein weiterer Kohlenmeiler dieser Art stand in den Haßbergen oberhalb von Altershausen.
Dort hat der Haßbergverein Königsberg den Eingang des ehemaligen Meilers rekonstruiert. Dieser Meiler kann im Rahmen des neuen Rundwanderweges "Wolfstour" in Verbindung mit drei Wolfsgruben besichtigt werden.

Treffpunkt ist um 14 Uhr

Für sämtliche Geschichtsinteressierte und Heimatfreunde hat sich Meidel bereiterklärt, am Samstag, 18. Oktober, eine Führung am Zabelstein durch den dortigen Kohlenmeiler anzubieten.
Alle Interessierte kommen um 14 Uhr am Parkplatz "Täfelein" auf dem Zabelstein oberhalb von Eschenau zusammen. Nähere Auskunft gibt Roland Spiegel, Telefon 09527/1339. sn



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