Sulzthal

Rote Zahlen in Forst und Kindergarten

von unserem Mitarbeiter Gerd Schaar Sulzthal — Über die frisch renovierte Eingangstreppe gelangten die Sulzthaler zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle. Dort präsentierte Bür...
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von unserem Mitarbeiter Gerd Schaar

Sulzthal — Über die frisch renovierte Eingangstreppe gelangten die Sulzthaler zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle. Dort präsentierte Bürgermeister August Weingart (CSU und Wählergemeinschaft) seinen Jahresbericht.
Weingart brachte in seiner Rückschau auf 2014 das Großprojekt "Dorferneuerung Dorfplatz 2" in Erinnerung. Die Gesamtausgaben in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro seien mit rund 490 000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert worden. Der Markt Sulzthal habe rund 554 000 Euro beigetragen, der ansässige Vereinsring 30 000 Euro, und die Eigenleistungen brachten umgerechnet etwa 32 000 Euro.
Zuhörer Ralf Ruppert mahnte an, dass nach zwölf Jahren die Grundstücks- und Entschädigungsfragen zur damaligen Ortssanierung in einigen Fällen immer noch nicht geklärt seien. "Es wurde neu vermessen und die Ergebnisse wurden im Umlageverfahren falsch berechnet. Es ist nichts passiert und wir betroffenen Anwohner warten." "Die meisten Fälle sind abgeschlossen", entgegnete Weingart. Allerdings stehe in wenigen Fällen eine Überprüfung noch aus.


Zahlen zum Haushalt

Die Zuhörer interessierten sich auch für die Haushaltszahlen, zum Beispiel im Bereich Kindergarten. "Unser Kindergarten hat sich neu aufgestellt", erklärte Weingart. Die Einnahmen aus den Beiträgen (knapp 27 000 Euro) und der Förderung nach BayKiBiG (knapp 154 000 Euro) stünden den Ausgaben für Personal (180 000 Euro), den Zuweisungen für Kindergärten (18 000 Euro), den Betriebskosten (etwa 18 000 Euro) und sonstigen Ausgabe (mehr als 32 000 Euro) gegenüber.
So sei eine Unterdeckung von rund 68 000 Euro entstanden. Der Markt Sulzthal habe im vergangenen Jahr rund 135 000 Euro für den Kindergarten aufgebracht. Im Jahr 2014 hatten 31 Kinder die Einrichtung besucht.
Rote Zahlen gab es auch im Forst mit einer Unterdeckung von rund 25 000 Euro. "Eine schwarze Null konnten wir im vergangenen Forstjahr nicht erreichen", bedauerte Weinart und wies auf die Investitionen hin. Kronenholz koste 15 Euro pro Festmeter. Weingart wies darauf hin, dass der Wald außerhalb der Rückegassen nicht befahren werden dürfe.
Erfreulich sei die Entwicklung des Schuldenstandes in der Marktgemeinde, erläuterte Weingart. Der sei im vergangenen Jahr von 527 000 Euro auf 454 000 Euro geschrumpft. Weingart sagte: "Das sind 55 Euro unter Landesdurchschnitt." Die Einwohnerzahl sei weiterhin rückläufig und habe im vergangenen Jahr 868 betragen. Vier Geburten seien zehn Sterbfälle gegenüber gestanden.
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