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Roth

Röckelein: Dramen auf der Strecke

Triathlon   Der Gaustadter war schnellster Teilnehmer aus der Region beim Challenge Roth, der unter extremen Bedingungen stattfand.
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Christian Röckelein von der DJK Teutonia Gaustadt absolvierte den Challenge Roth in 10:24:22 Std. Foto: privat
Christian Röckelein von der DJK Teutonia Gaustadt absolvierte den Challenge Roth in 10:24:22 Std. Foto: privat
Roth — Die Challenge Roth rief Athleten aus 62 Nationen nach Mittelfranken. 3500 Einzelstarter, 650 Staffeln, etwa 250 000 Zuschauer - der Triathlon wartete wieder einmal mit beeindruckenden Zahlen auf. Unter denjenigen, die einen Startplatz für dieses Jubiläumsrennen - 30 Jahre Triathlon in Roth - ergatterten, waren auch 17 Starter und fünf Staffeln aus dem Raum Bamberg dabei.
Sie alle stellten sich der Herausforderung aus 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf. Temperaturen über 30 Grad waren für die Athleten keine einfachen Bedingungen. Insbesondere die Marathonstrecke - schnurgerade am Kanal entlang bei sengender Hitze - stellte die Teilnehmer vor ungeahnte Herausforderungen. Nur die Teilnehmer, die am späten Abend noch unterwegs waren, wurden vom strömenden Regen abgekühlt. Diese Hitzeschlacht forderte auch ihren Tribut. So sind 19 Prozent der Teilnehmer (also jeder Fünfte) vorzeitig aus dem Rennen ausgestiegen.
Auf der Radstrecke war ein 90 km langer Rundkurs zweimal zu bewältigen. Hier ist insbesondere der Kalvarien-Berg in Greding mit einer Steigung von zehn Prozent nicht zu unterschätzen, der den Teilnehmern bei schwülheißen 30 Grad sehr zu schaffen machte. Allerdings machte der Solarer Berg bei Kilometer 70 und 140 mit über 30 000 Zuschauern die Anstrengungen wieder wett. Durch ein maximal ein Meter breites Spalier wurden die Atlethen den relativ kurzen Anstieg über ein paar hundert Meter "hochgebrüllt". Wer die 180 km hinter sich gebracht hatte, musste sich nun der letzten Herausforderung stellen, Marathon bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke! Gerade die Laufstrecke verlangte an diesem Tag vielen "Agegroupern", aber auch erfahrenen Profiathleten, alles ab. "Ich habe wahre Dramen auf der Strecke erlebt - gestandene Männer, die weinend und von Krämpfen geschüttelt den Marathon abbrechen mussten, Läufer, die die Hitze nicht mehr ausgehalten haben und in den Regnitzkanal sprangen! Unglaubliche Szenen", sagte Christian Röckelein von der DJK Teutonia Gaustadt, der als schnellster Bamberger die Ironman-Distanz mit der Gesamtzeit von 10:24:22 Std. absolvierte und in der Wertung der deutschen Meisterschaft auf Rang 131 kam. Bei den Frauen war Sandra Fischer-Paul (TDM Bamberg) als 26. in 11:11:18 Std. in den Top 30 der DM-Wertung. MR

Ergebnisse

Einzelwertung nach Vereinen, DJK Gaustadt: 131. Christian Röckelein (24. M35) 10:24:22 Std., 395. Matthias Nelke (89. M40) 11:21:19, 404. Oliver Hofmann (79. M45) 11:23:01, 509. Michael Ultsch (83. M30) 11:44:41, 596. Axel Bormann (124. M40) 12:04:55, 701. Gerhard Wolfschmitt (26. M55) 12:33:02, 800. Uwe Zasworka (30. M55) 13:10:19, 902. Hans-Rainer Graf (119. M50) 14:38:18; TDM Bamberg: 230. Mike Büttner (45. M30) 10:47:35, 26. Sandra Fischer-Paul (5. W35) 11:11:18, 35. Elke Neuner (5. W40), 11:26:05, 801. Peter Schilling (93. M50) 13:10:37; Ifa Nonstop Bamberg: 138. Christian Waßmuth (32. M30) 10:26:05, 279. Stefan Först (30. M25) 10:54:29, 79. Heike Radlanski (21. W30) 12:02:57, 816. Roland Diwok (209. M45) 13:21:40; LG Veitenstein/Tricamp: 840. Rainer Kirchner (213. M40) 11:22:28 / Staffeln: 192. Freaky Friday Runners (Matthias und Manfred Türk, Werner Betz) 10:44:06, 278. SV Bamberg (Marlies Fischer, Norbert Endres, Oliver van Essenberg) 11:07:35, 201. Trirockets Bamberg (Thomas Hieber, Falk Nicol, Tobias Gries) 10:48:04, 467. Die Drei von der WZII (Johanna Degmayr,Maximilian Rammler, Sarah Degmayr) 12:05:04, 475. Datev - weil es sich lohnt (Michael Schellenberger, Lukas Steindor) 12:08:15


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