Ebern

Rochade bei Parkplätzen

von unserem Redaktionsmitglied Ralf Kestel Ebern — Ob Schüler, Lehrer und Eltern diese Lektion so schnell verinnerlichen? Im Vorgriff zum Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen, der von...
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von unserem Redaktionsmitglied Ralf Kestel

Ebern — Ob Schüler, Lehrer und Eltern diese Lektion so schnell verinnerlichen? Im Vorgriff zum Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen, der von Januar bis September 2016 die komplett ausfallenden Züge ersetzen soll, wird vom 6. bis 17. Juli ein Testlauf gestartet. Dazu wird der Großparkplatz vor Mittelschule und Gymnasium von 6 bis 17 Uhr für Autos komplett gesperrt, um zu simulieren, dass dort nur noch Busse ankommen, was im nächsten Jahr der Fall sein wird.
"Wir wollen sehen, wo dann die Autos parken", deutete Bürgermeister Jürgen Hennemann ein drohendes Chaos an.
Wie das umgangen wird, dazu haben sich Busunternehmer, Vertreter von Polizei, Landratsamt und Stadtverwaltung bei einer Besprechung auch schon Gedanken gemacht.
Deren Vorschläge fasste Hennemann im Eberner Stadtrat so zusammen: "Viele Eltern bringen früh ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, die auch laufen könnten. Wir müssen die Eltern sensibilisieren, dass dies nicht immer notwendig ist."
Mehr laufen sollen aber auch die Lehrer: "Auf dem Parkplatz oberhalb der Dreifachturnhalle ist stets genügend Platz." Für die Lehrer der Mittelschule stehe die Lützeleberner Straße zur Verfügung, sah Hennemann eine Ersatzlösung.
Für Schüler der Schreinermeister-Schule biete sich der Parkplatz an der Südeinfahrt gegenüber der Aral-Tankstelle an.
Und weiter ging's mit der Verschiebe-Taktik: "Wir müssen auch FTE-Mitarbeiter davon überzeugen, ihre Autos nicht auf dem Realschulparkplatz abzustellen, der Besucher im Krankenhaus vorbehalten werden soll.
Und noch eine Rochade folgt: "Die Lehrer der Realschule sollten vorrangig den Altstadt-Parkplatz nutzen."

Busse pendeln stündlich

Dass dieser Probelauf notwendig ist, machte der Bürgermeister an den aktuellen Plänen von Agilis fest, wegen der monatelangen Sperrung der Bahnhauptstrecke in Breitengüßbach stündlich Busse zwischen Ebern und Hallstadt pendeln zu lassen.
Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP) regte einen erneuten Vorstoß an, den ICE-Ausbau im Bereich Breitengüßbach zu beschleunigen, damit die Nebenstrecke nach Ebern nicht so lange abgehängt bleibt. "Das haben wir schon versucht. Es ist aber gar nicht so einfach, einen zuständigen Mann bei der Bahn zu finden. Bisher hat es immer geheißen, dass dies aus technischen Gründen nicht möglich ist", so Hennemann.
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