Burgkunstadt

Rettungswagen kracht in Auto

Unfall  Ein Rettungswagen war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, als er am Montagabend in Burgkunstadt mit einem Auto kollidierte. Die Autofahrerin wurde schwer verletzt. Auch für den Einsatzleiter des BRK war das kein alltäglicher Vorfall.
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Am Montagabend ist auf der B 289 zwischen Burgkunstadt und Mainroth, an der Kreuzung nach Maineck, ein Rettungswagen auf dem Weg zum Einsatz mit einem abbiegenden Auto zusammengestoßen.  Fotos: Frank Spitzenpfeil
Am Montagabend ist auf der B 289 zwischen Burgkunstadt und Mainroth, an der Kreuzung nach Maineck, ein Rettungswagen auf dem Weg zum Einsatz mit einem abbiegenden Auto zusammengestoßen. Fotos: Frank Spitzenpfeil
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VON Daniela Deeg und Anja Greiner

Burgkunstadt — Rettungseinsätze sind nie gewöhnlich. Für Bernd Albert war der Einsatz am Montagabend aber noch ein bisschen ungewöhnlicher als sonst: "Wenn man zu einem Einsatz mit Kollegen kommt, ist das nochmal was ganz anderes", sagt Albert, Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK Lichtenfels.
Der Unfall ereignete sich am Montagabend auf der B 289 zwischen Burgkunstadt und Mainroth. Wie die Polizei berichtet, wollte eine 52 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen auf der B289 nach links Richtung Maineck abbiegen.
Der Rettungswagen war im Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Lichtenfels unterwegs. Die Sanitäter wollten noch an dem abbiegenden Fahrzeug vorbeifahren. Im Einmündungsbereich aber stießen die beiden Wagen zusammen.
Durch die Wucht des Aufpralls wurden das Auto und das BRK-Fahrzeug in die angrenzende Wiese geschleudert. Weil die Feuerwehr Mainklein in der Nähe gerade eine Übung machte, war sie schnell zur Stelle. Die 52-jährige Autofahrerin aus dem Kreis Lichtenfels wurde bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die beiden Sanitäter kamen mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden von rund 23 000 Euro. An einen ähnlichen Vorfall im Kreis Lichtenfels kann sich Albert nicht erinnern. Sicher in Bayern käme es immer wieder zu Unfällen mit Rettungswagen. "Aber gemessen an der Anzahl dessen, was wir fahren, ist die Zahl der Unfälle, die am Ende dabei rauskommen doch sehr gering", sagt Albert.

Debatte hat sensibilisiert

Drei Einsatzwagen hat das Rote Kreuz immer im Hintergrund stehen. Für Notfälle wie diesen, wenn plötzlich ein Wagen ausfällt. Der am Montagabend herbeigerufene stammte aus Lichtenfels. Weitere Notfallfahrzeuge stehen in Michelau und Bad Staffelstein.
Dass der Unfall die Debatte um Einsätze von Rettungskräften befeuert, das glaubt Albert nicht. Der Fall des bayerischen Notarztes, der seinen Führerschein verlieren sollte, wegen angeblich rücksichtslosen Fahrens, habe die Menschen eher sensibilisiert.
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