Laden...
Hirschaid

Respekt für 365 Tage Hilfe im Jahr

Hirschaid — Zu Ehren der vielen aktiven Feuerwehrleute im Stimmkreis Bamberg-Land veranstaltet die Landtagsfraktion der Bayern-SPD einen Ehrenamtsempfang im Schützenhaus der Brauer...
Artikel drucken Artikel einbetten
Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann (2. von rechts) und Kreisbrandmeister Albert Tornau (3. von rechts) bedankten sich bei den beiden Abgeordneten für ihren Einsatz und überreichten das vom Kreisfeuerwehrverband Bamberg erarbeitete Hausaufgabenheft für die 4. Klassen. Es enthält eine Fülle von Informationen, Hinweisen und wertvollen Tipps und ist ein wichtiges Standbein für die Jugendarbeit des Verbands. Foto: Spörlein
Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann (2. von rechts) und Kreisbrandmeister Albert Tornau (3. von rechts) bedankten sich bei den beiden Abgeordneten für ihren Einsatz und überreichten das vom Kreisfeuerwehrverband Bamberg erarbeitete Hausaufgabenheft für die 4. Klassen. Es enthält eine Fülle von Informationen, Hinweisen und wertvollen Tipps und ist ein wichtiges Standbein für die Jugendarbeit des Verbands. Foto: Spörlein
Hirschaid — Zu Ehren der vielen aktiven Feuerwehrleute im Stimmkreis Bamberg-Land veranstaltet die Landtagsfraktion der Bayern-SPD einen Ehrenamtsempfang im Schützenhaus der Brauerei Kraus in Hirschaid. Die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld, Betreuungs abgeordnete für den Stimmkreis Bamberg-Land, hatte dazu ihren Fraktionskollegen Stefan Schuster, den feuerwehrpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, eingeladen. Dieser arbeitete bis zum Einzug in den Bayerischen Landtag 2002 als hauptberuflicher Feuerwehrmann in Nürnberg. Seine Kenntnisse und Erfahrungen bringt er nun in die Parlamentsarbeit mit ein.
Susann Biedefeld sprach stellvertretend für die 316 447 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute in Bayern, darunter bereits 25 655 Frauen, den anwesenden Dienstleistenden ihren persönlichen Dank und ihren Respekt aus. Sie würdigte deren ehrenamtlichen Dienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für das Gemeinwohl. Dies müsse mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gestellt werden, so Biedefeld, denn dieses Ehrenamt fordere nicht nur viel Freizeit und Engagement, sondern "die Ehrenamtlichen setzen immer wieder bei ihren Einsätzen auch die eigene Gesundheit aufs Spiel". Es sei Aufgabe der Politik, für die optimalen Rahmenbedingungen zu sorgen.
Defizite sieht Biedefeld unter anderem beim Ausbau und der Ausstattung der Feuerwehrschulen in Bayern. Die SPD-Fraktion konnte auch im Landtag keine Mehrheit für eine Gesetzesänderung für die Herabsetzung des Alters für Feuerwehranwärter von bisher 12 auf 10 Jahre sowie damit einhergehend die staatliche Förderung der Kinderfeuerwehren finden. Gleiches gilt für die Erhöhung der Zuschüsse für die Förderung von Fahrzeug- und Gerätebeschaffungen im Doppelhaushalt 2015/2016, "da diese Ausgaben manche Kommunen bis an den Rand ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit belasten".


Es besteht Klärungsbedarf

Stefan Schuster bedauerte es sehr, dass mit der Abschaffung der Feuerschutzabgabe keine Kompensation für die jeweiligen Kommunen geschaffen wurde. Als ehemaliger Einsatzleiter bei einer Berufsfeuerwehr, weiß er was Feuerwehren leisten und ein "kleines Dankeschön vom Staat" wäre nach seiner Ansicht schon angebracht. Ob das nun in Form eines jährlichen Freibetrags bei der Steuer oder in Form eines Zuschusses auf die Rente, wie es zum Beispiel in Thüringen schon praktiziert wird, sollte man diskutieren. Zur Sprache kam auch die Frage, ob Aufgaben wie das Beseitigen einer Ölspur, das Absperren eines Unfallgeschehens oder die First Responder wirklich zu den Kernaufgaben der freiwilligen Feuerwehren gehören. Dies müsse dringend mit allen Beteiligten geklärt werden. Könnte sonst doch leicht der Eindruck entstehen, dass immer dann, "wenn Aufgaben Geld kosten und diese dann reduziert beziehungsweise abgeschafft werden, Ehrenamtliche einspringen müssen".
Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann informierte die beiden Abgeordneten über die aktuelle Situation der Feuerwehren im Landkreis Bamberg. Er sprach dabei über das Wechsellader-Konzept bei Großschadenslagen und die Situation in den Gemeinden, wo die Tagesbereitschaft nicht mehr gegeben sei. Hier könnte er sich eine größere staatliche Bezuschussung für Mannschaftstransportfahrzeuge vorstellen. Darüber hinaus wäre für ihn wünschenswert, wenn Bundesmittel zur Verfügung stünden für die Feuerwehren, die überdurchschnittlich mit Einsätzen auf Bundesautobahnen beschäftigt sind.
Andrea Spörlein

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren