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Bamberg

Rekord bei Ausbildungszahlen in Bamberg

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Heribert Trunk
Heribert Trunk

Bamberg — "Ein hervorragendes erstes Halbjahr", lautet die Bilanz von Heribert Trunk, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg, in seiner Bewertung der monatlichen Ausbildungszahlen.

Höchststand seit 1999

Zum 30. Juni hat die IHK im Bezirk Bamberg laut einer Pressemitteilung 558 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse registriert. "Das ist der Höchststand seit 1999. Noch nie in den vergangenen 15 Jahren waren zu diesem Zeitpunkt im Raum Bamberg so viele neue Ausbildungsverhältnisse registriert", resümiert Trunk. Die Zahlen belegen laut Trunk einmal mehr die herausragende Stellung des Ausbildungsstandorts Bamberg. "Innerhalb der Teilregionen Oberfrankens nimmt Bamberg schon fast traditionell die Spitzenposition ein. Das außerordentliche Engagement der Bamberger Ausbildungsbetriebe wird hier mehr als deutlich."
Für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Bamberg und damit auch der gesamten Region Oberfranken leisten die Bamberger Betriebe mit ihrer regen Ausbildungstätigkeit einen wertvollen Beitrag.
"Gut qualifizierte Fachkräfte sind der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und damit auch der Lebensregion Oberfranken", sagt Trunk. Denn ohne Fachkräfte drohten Abwanderung und Standortverlagerung.

20 000 Fachkräfte fehlen

Laut IHK-Fachkräftemonitor fehlten bereits heute rund 20 000 Fachkräfte in Oberfranken, Tendenz steigend. Dabei werde ein wesentlich höherer Bedarf an beruflich qualifizierten prognostiziert als an Akademikern. "Mit ihrem Ausbildungsengagement betreiben die Ausbildungsbetriebe also echte Zukunftssicherung", so Trunk, der gerne noch mehr junge Menschen für eine berufliche Ausbildung gewinnen möchte. Viele Jugendliche befürchteten schlechtere Karrierechancen, wenn sie "nur" eine Ausbildung absolvierten.
Tatsächlich sei aber das Gegenteil der Fall, ist sich der IHK-Präsident sicher. Über gezielte Weiterbildungen und Aufstiegsfortbildungen böten gerade die mittelständischen Unternehmen in Oberfranken oft bessere Aufstiegschancen als Großkonzerne, so der Präsident.
"Eine berufliche Ausbildung bedeutet nicht das Ende einer Karriere, sie ist der ideale Einstieg dazu."
"Die Unternehmen würden sogar gerne noch mehr ausbilden", berichtet Bernd Rehorz, Leiter Berufliche Bildung bei der IHK für Oberfranken Bayreuth. "In Oberfranken konnten im vergangenen Jahr längst nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden." Aufgrund der rückläufigen Schulabgängerzahlen gebe es immer weniger potenzielle Ausbildungsbewerber, weshalb die Betriebe ihre Suche nach Auszubildenden immer früher im Jahresverlauf beginnen.

In vollem Gang

"Die Unternehmen wollen gute Auszubildende und strecken so früh wie möglich ihre Fühler aus", so Rehorz. "Der Wettbewerb um die besten Azubis ist in vollem Gange." red


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