Eggolsheim
Kooperation 

Regnitz & Aisch: Achse wird zur Allianz

Gemeinsam mehr bewegen als allein wollen die vier Gemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf. Sie alle möchten ihren Bewohner ein lebenwertes Umfeld bieten. Unterstützt werden sie dabei von einem Allianz-Manager.
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Gemeinden im Aisch- und Regnitzgrund setzen auf die Allianz Regnitz-Aisch. Die Mitgliedsgemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf trafen sich jetzt zu ihrer ersten gemeinsamen Ratssitzung. Foto: Archiv
Gemeinden im Aisch- und Regnitzgrund setzen auf die Allianz Regnitz-Aisch. Die Mitgliedsgemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf trafen sich jetzt zu ihrer ersten gemeinsamen Ratssitzung. Foto: Archiv
Die Mitglieder der vier Gemeinderäte Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf trafen sich zu ihrer ersten gemeinsamen Ratssitzung der Allianz Regnitz-Aisch in Eggolsheim.
Bürgermeister Claus Schwarzmann als Hausherr und Vorsitzender des Vereins Allianz Regnitz-Aisch wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit in der Allianz konkret wird: Vor einigen Tagen wurde zwischen Buttenheim und Unterstürmig mit dem Bau des ersten Kernwegs begonnen. Leonhard Valier vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung stellte die Strategien und Projekte vor, die die Planer gemeinsam mit den Ratsmitgliedern aus allen vier beteiligten Ortschaften erarbeitet hatten.
Die Allianz Regnitz-Aisch möchte erreichen, dass die Menschen hier gut leben können, die Grundversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs gedeckt werden, aber auch medizinische Angebote und Freizeitmöglichkeiten vorhanden sein sollen.
Mithilfe des Immobilienmanagements soll der Schwerpunkt auf die Innenentwicklung aller Orte gelegt werden. Viele Herausforderungen der Kommunen seien nur noch interkommunal lösbar, konstatierte Anton Hepple, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bamberg. Das gelte für gemeindeübergreifende Radwege ebenso wie für viele andere Aufgaben.
Den entscheidenden Anstoß für die Zusammenarbeit der gemeinden hatte Rainer Albart vom ALE gegeben, die üppigen Zuschüsse für die Projekte halfen ebenfalls. In den Bereichen Siedlungsentwicklung, Daseinsvorsorge, Tourismus, Kultur, Wirtschaft und Vernetzung sind die Maßnahmen angesiedelt, die jetzt Stück für Stück abgearbeitet werden sollen.
Dafür, dass die zwölf Top-Projekte erfolgreich umgesetzt werden, die sich die Allianz Regnitz-Aisch vorgenommen hat, wird Niklas Rhein verantwortlich sein, stellte Schwarzmann den Allianz-Manager vor.
Die Bürgermeister der vier an der Allianz beteiligten Kommunen sind zuversichtlich. Torsten Gunselmann aus Hallerndorf ist sich sicher, dass jede Region Betriebe als Wertschöpfungspotenziale benötigt, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass Gewerbeansiedlungen umweltverträglich und ressourcenschonend gestaltet werden müssten.
"Unser Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal ist die Wirtshaus- und Bierkellerkultur", legte Schwarzmann den Fokus auf die heimischen Erzeugnisse. Für Michael Karmann aus Buttenheim ist die Zugehörigkeit der Menschen zu der jeweiligen dörflichen Gemeinschaft entscheidend. Er mahnte: "Wir dürfen den künftigen Generationen keine unlösbaren Erbfälle hinterlassen."
Karl-Heinz Wagner aus Altendorf wies darauf hin, dass jede Maßnahme auch unter ihren ökologischen Gesichtspunkten betrachtet werden müsse. Die Innenentwicklung der Ortschaften, bei denen erst die vorhandenen Bauflächen genutzt werden, bevor neue Baugebiete auf der grünen Wiese entstehen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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