Baiersdorf

Reformen tragen erste Früchte

von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner Baiersdorf — Bogenschießen lockt sportaffine Baiersdorfer am stärksten: Das ist die Erkenntnis, die Roland Lahme, der Präsident des Baiers...
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von unserer Mitarbeiterin Pauline Lindner

Baiersdorf — Bogenschießen lockt sportaffine Baiersdorfer am stärksten: Das ist die Erkenntnis, die Roland Lahme, der Präsident des Baiersdorfer Sportvereins (BSV), und sein Team im Zuge der Vereinskonsolidierung gewonnen haben.
Der Verein hat sich, seit ihm die Stadt mit einem Zuschuss aus dem finanziellen Engpass im vergangenen Jahr geholfen hat, zu regelmäßigen Berichten vor dem Stadtrat verpflichtet.

Zeitgemäßes Management

Als "Hebel zum Erfolg" nannte Lahme ein gutes zeitgemäßes Sportmanagement. Darunter falle auch die Förderung der Hallensportarten wie Badminton, das ebenfalls sehr hoch in der Gunst der Freizeitsportler steht.
Über die favorisierten Sportarten weiß die Vereinsleitung seit einer Umfrage Bescheid - und richtet danach unter dem Sportmanager Michael Hettchen die Angebote entsprechend neu aus.
In dem halben Jahr seit der drohenden Insolvenz konnte der Verein laut Lahme ein positives Image aufbauen, sodass langsam alte Mitglieder zurückämen und neue gewonnen werden könnten. Den Imagewandel spüre man auch bei den Sponsoren. Gab es im Herbst Zusagen über 21 000 Euro, sei die Summe inzwischen auf über 30 000 Euro angestiegen.

Positive Prognose

Hier spielt eine Rolle, dass die eingeschaltete GWE Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Verein als "keinesfalls verschuldet", sondern als recht vermögend einstuft. Sie gab für ihn eine positive Prognose über das Jahr 2016 hinaus ab.
Einer der Kernpunkt ist die Eigenverantwortlichkeit jeder Abteilung für ihren Etat. "Das verhindert negative Ergebnisse wie im September", erklärte Lahme. Damals hatte ein Minus von 14 000 Euro beim Fußball vorgelegen. Inzwischen wurde diese Sportart zu einer einzigen Abteilung zusammengelegt. Ein Förderverein sichert sie finanziell ab, sodass man sogar auf Beitragerhöhungen verzichten konnte.

Ausgaben reduziert

Die anderen Abteilungen gleichen ihre Kassen überwiegend durch geringfügige Erhöhungen aus. Zudem konnte der Verein laut Lahme die regelmäßigen monatlichen Ausgaben von 11 000 auf 8000 Euro reduzieren.
Im Juni werden noch größere Summen an Mitgliedsbeiträgen eingehen. "Wenn dann die Situation genauso stabil ist, können wir sogar schon an die Rückzahlung der Stundungen gehen", sagte Lahme.

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