Coburg

Redl & Co. ziehen Kopf aus der Schlinge

Fussball-Kreisliga Coburg  Am vorletzten Spieltag spitzte sich der Abstiegskampf dramatisch zu. TSV Gestungshausen (2:1 gegen Unterpreppach) und SpVgg Lettenreuth (3:2 gegen TSV Sonnefeld) drehten zwar ihre Heimspiele mit späten Toren, müssen aber nach wie vor um den Klassenerhalt bangen. Nach der 0:1-Niederlage gegen Pfarrweisach ist der VfB Einberg auch noch nicht aus dem Schneider. Meister SV Bosporus Coburg siegte und ist nach Tageblatt-Informationen mit Carlo Werner als neuen Trainer für den scheidenden "Meistermacher" Dirk Scheler bereits für die neue Saison einig.
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Nicht im Aus! Der Scheuerfelder Spieler behauptete den Ball auf der Linie, während die beiden Großgarnstadter (blaue Trikots) zuschauten. Die Gäste gewannen in Scheuerfeld verdient mit 2:0 und feierten am vorletzten Kreisliga-Spieltag ihren ersten Punktspielsieg 2015. Foto: Timo Geldner
Nicht im Aus! Der Scheuerfelder Spieler behauptete den Ball auf der Linie, während die beiden Großgarnstadter (blaue Trikots) zuschauten. Die Gäste gewannen in Scheuerfeld verdient mit 2:0 und feierten am vorletzten Kreisliga-Spieltag ihren ersten Punktspielsieg 2015. Foto: Timo Geldner
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Gestungshausen — Was waren das für aufregende Minuten am Samstagnachmittag in Gestungshausen: Die "Möve" riss mit zehn tapfer kämpfenden Spielern ein bereits verloren geglaubtes Spiel gegen Schlusslicht SF Unterpreppach noch aus dem Feuer. Der Jubel kannte keine Grenzen, erst recht nicht, als die Nachricht aus Lettenreuth kam: Die Sonnefelder führten kurz vor Schluss mit 2:1 - die erwartete Schützenhilfe des Nachbarvereins lag also tatsächlich in der Luft. Doch es kam anders! Auch die Lettenreuther drehten nämlich ihr Spiel und erzielten noch zwei Tore in der Nachspielzeit zum eminent wichtigen 3:2-Sieg im Abstiegskampf. Damit bleibt zwischen diesen beiden Teams vorerst alles beim Alten, denn Lettenreuth hat auf dem Schleuderplatz einen Zähler mehr als Gestungshausen, das weiter auf fremde Hilfe am letzten Spieltag angewiesen sind.
Problematisch wird es aber auch für die Einberger "Rothosen", die trotz drückender Überlegenheit ihr Heimspiel gegen den TSV Pfarrweisach mit 0:1 verloren und damit auf den Relegationsrang zurückrutschten und nun punktgleich mit Lettenreuth in den letzten Spieltag gehen.

SV Bosporus mit Werner einig?

Während die Feierlichkeiten beim vorzeitigen Meister SV Bosporus Coburg (2:0-Sieger in Heilgersdorf) munter weitergehen, scheinen die Verantwortlichen auf der Suche nach einem Nachfolger für ihren scheidenden "Meistermacher" Dirk Scheler bereits fündig geworden zu sein. Nach dem Wunschkandidat Sinan Bulat abgesagt hat - der Kapitän des Bayernligisten VfL Frohnlach bleibt für eine weitere Saison bei den "Blau-Weißen" - hat Ex-Bundesligaprofi Carlo Werner (zuletzt A-Jugendcoach bei der JFG Coburger Land) nach Tageblatt-Informationen den Posten des Bezirksligatrainers angenommen. Eine offizielle Bestätigung seitens des Klubs steht aber noch aus. ct

"Rothosen" drückten vergeblich

VfB Einberg-TSV Pfarrweisach 0:1 (0:1): Die Heimelf nahm von Beginn an das Heft in die Hand und versuchte, den Gästen aus Pfarrweisach keine Räume zu lassen. So kam es, dass schon in der Anfangsphase der eine oder andere Ball gefährlich vor das TSV-Tor kam. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 15. Minute, ehe es gefährlich wurde. Der Stürmer der Gäste lief alleine auf Torwart Heubner zu, der allerdings sehr gut reagierte. Danach war es weiter Einberg, das versuchte, das Spiel zu machen. Es ergaben sich einige Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben.
In Halbzeit zwei drückte der VfB weiterhin. Pfarrweisach versuchte, über Konter zu Chancen zu kommen, die aber zumeist schon in der Entstehung unterbunden wurden. Die stürmenden "Rothosen" hatten immer wieder beste Tormöglichkeiten, jedoch wurden sie zum Teil kläglich vergeben, oder Keeper Krug war zur Stelle. In der Schlussphase kam Pfarrweisach zu einem Eckball, und aus dem Gewühl heraus war es Deringer, der den Ball in die Maschen des Einberger Tores setzte. Auch nach dem Gegentor setzte der VfB alles daran, zumindest einen Punkt mitzunehmen, doch gelang es auch in den letzten Minuten nicht - trotz bester Möglichkeiten, den Ball zu verwerten. So stand am Ende ein recht glücklicher Sieg für den TSV, der damit seine Serie ausbaute. Auf der anderen Seite heißt es weiter Zittern im Abstiegskampf für den VfB. mc

Spiel zu zehnt gedreht

TSV Gestungshausen - SF Unterpreppach 2:1 (0:0): In der ersten Hälfte standen beide Mannschaften sicher in der Abwehr und ließen nur wenig zu. Gestungshausen hatte Möglichkeiten durch Langguth in der der 2. und 44. Minute, doch verzog er zweimal. Die Gäste hatten ihre beste Möglichkeit in der 24. Minute mit einem Kopfball, der allerdings über das Tor ging.
In der zweiten Hälfte ging es für Gestungshausen um alles oder nichts, und man wollte mit aller Gewalt das 1:0 erzielen. Die erste Möglichkeit hierzu hatte O. Großmann (53.), doch zögerte er zu lange, und sein Schuss wurde abgeblockt. Unterpreppach hatte in der 67. dann auch die große Chance, in Führung zu gehen. Nach einem Abwehrschnitzer verfehlte ein Lupfer aus gut 30 Metern sein Ziel. Nur zwei Minuten später versenkte Kollmer den Ball aus 16 Metern ins lange Eck. In der 80. Minute dezimierte sich Gestungshausen mit einer verdienten Roten Karte noch selbst. Doch wie so oft, mit einem Mann weniger kam die "Möve" zurück ins Spiel. In der 82. Minute verwertete Langguth einen langen Ball von Bauer zum 1:1. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide. In der 85. Minute fiel der nicht mehr für möglich gehaltene Siegtreffer für Gestungshausen: Nach einem Eckball schraubte sich Routinier Thorsten Redl hoch wie ein Jungspund und vollendete in altgewohnter Manier zum 2:1, was auch den Endstand bedeutete. - SR: Christopher Knauer (Lichtenfels). - Zuschauer: 75. - Tore: 0:1 Kollmer (69.); 1:1 Langguth (81.), 2:1 Redl (85.). po

Ein müder Sommer-Kick

TSV Coburg-Scheuerfeld - SV Großgarnstadt 0:2 (0:2): Das letzte Heimspiel in der Kreisliga Coburg-Lichtenfels des TSV Scheuerfeld wurde bereits in der ersten Hälfte verloren. Während Großgarnstadt zwei Möglichkeiten zu zwei Toren nutzte, vergab der TSV seine Möglichkeiten leichtfertig.
In der zweiten Spielhälfte bemühte sich der TSV zwar, konnte sich aber kaum Tormöglichkeiten erspielen. Großgarnstadt blieb bei seinen Angriffen gefährlich, konnte aber auch keine zwingenden Torchancen erspielen. Insgesamt sahen die wenigen Zuschauer eine schwache Kreisliga-Begegnung. rh

Trotz 0:2 eine tolle Rückrunde

SV Heilgersdorf - SV Bosporus Coburg 0:2 (0:0): Sowohl für den Meister aus Coburg als auch für den Gastgeber war dieses Spiel letztendlich bedeutungslos. Trotzdem entwickelte sich ein gutes Kreisligaspiel, da der SVH sich von seinen treuen Fans mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden wollte. Die Vorteile lagen zunächst bei den ersatzgeschwächten Gästen, doch SVH-Keeper Rossbach zeigte sich wieder einmal als Meister seines Faches. In der Schlussviertelstunde hatte SVH-Mittelstürmer Korn mehrfach die Führung auf den Kopf oder Fuß. Insbesondere in der 40. Minute, als er frei zum Kopfball kam und Gästekeeper Tunc den Ball gerade noch über die Querlatte lenkte.
Kurz nach der Halbzeitpause, der Gastgeber war möglicherweise gedanklich noch nicht auf dem Feld, spielte Bozkaya einen schönen Pass auf Kilic Fevzi, und dieser ließ Rossbach keine Chance (47.). Danach bestimmte der SVH die zweite Halbzeit und hatte zahlreiche Möglichkeiten zum Ausgleich oder mehr. Jedoch war immer ein Abwehrbein dazwischen, oder die Spieler des SVH waren im Abschluss nicht konzentriert genug. Bei einem der wenigen Konter der Gäste entschied Schiedsrichter Fröba etwas überraschend auf Foulelfmeter, den Bozkaya sicher zum 0:2-Endstand verwandelte (84). Der Gastgeber konnte trotzdem mit erhobenem Haupt der Spielfeld verlassen, da man eine klasse Rückrunde spielte und somit auch 2015/2016 in der Kreisliga präsent sein wird. Dann mit dem neuen Trainer Matthias Rödel an der Seitenlinie. - SR: Johannes Fröba (TSV Neukenroth). - Zuschauer: 120. di

Munteres Scheibenschießen

TSV Marktzeuln - TSV Staffelstein 3:3 (1:2): Im Kreisderby gegen Staffelstein traten die Zeulner vor 110 Zuschauern nach dem Erreichen des Relegationsplatzes verständlicherweise nicht mit dem letzten Siegeswillen auf. Dies nutzten zunächst die Gäste nach schönem Angriff über rechts durch Zipfel zum 0:1 (8) aus. Ein Lebenszeichen setzte Kremer an den Pfosten (14) und U. Backert mit zwei Freistößen (23./24.). Nach dem 0:2 von D. Reinhardt durch einen Heber ins lange Eck (28.) schaffte U. Backert mit herrlichem Drehschuss den Anschluss zum 1:2 (36). Fortan erarbeiteten sich die ohne A. Bergmann und J. Engelmann angetretenen Gastgeber mehr Spielanteile.
Nach dem Pausengang setzte U. Backert einen Freistoß an die Latte (58), Jahn war zur Stelle und staubte zum 2:2 ab. Jonas Hagen jedoch ließ mit seinem Tor zum 2:3 in der 63. Minute die Heimabwehr schlecht aussehen. Das verdiente 3:3 gelang wiederum Jahn nach abgefälschtem Freistoß (80.), nachdem er fünf Minuten zuvor bei einem Konter nur das Außennetz getroffen hatte. - Reserven 3:3. ms

Nach 0:3-Rückstand aufgewacht

SC Sylvia Ebersdorf - SV Ketschendorf 4:4 (0:3): Die Platzherren starteten schwach. Für die Gäste taten sich immer wieder Kontermöglichkeiten auf, und vor allem Philipp Bauer nutzte diese komplett aus. Bereits nach neun Minuten erzielte Bauer die 1:0-Führung für die Gäste. In der 27. Minute war für die Gäste wiederum Bauer erfolgreich. Die Gäste legten weiter nach und erhöhten durch Trommer (32.) sogar auf 3:0. Für die Platzherren ergaben sich kaum nennenswerte Chancen. So zielte Teuchert auch noch am leeren Tor vorbei.
Zum zweiten Durchgang kamen die Einheimischen doch etwas aggressiver aus der Kabine und setzten gleich zum Doppelschlag an. In der 48. Minute gelang den Hausherren durch Scheller, aufgelegt von Zapf, der 3:1-Anschlusstreffer. Die Gastgeber wirkten nun aufgebaut, und Heidenreich (52.) markierte das 3:2. In der 71. Minute gelang den Gastgebern wiederum durch Scheller der Ausgleich mit einem Schuss aus 16 Metern.
Beide Teams versuchten nun, die Führung zu erzielen, und wiederum brachte Bauer (70.) zunächst den SVK mit 4:3 in Front. Die Einheimischen hielten dagegen und erzielten doch noch den 4:4-Endstand durch Dalke (91.). - SR: Andreas Zwosta (Steinbach am Wald).- Reserven 4:1. gre

Der Spielwitz war weg

TBVfL Neustadt/Wildenheid - Schwabthaler SV 1:2 (1:2): In einer mäßigen Kreisligapartie entführte der Schwabtahler SV die Punkte aus Wildenheid. Nach sieben Spielen ohne Niederlage steht der TBVfL erstmals wieder ohne Punkte da. Von Beginn an wirkte die Heimelf müde und ideenlos. Die gut gestaffelte Gästeabwehr ließ kaum Chancen zu und hatte ihrerseits gar die beste Möglichkeit durch Merklein zur Führung. In der 16. Minute verwandelte Christoph Schaller per Foulelfmeter zur Gästeführung und derselbe Spieler überlupfte aus vollem Lauf nach 35 Minuten Neustadts Keeper Tobias Packert sehenswert zum 0:2. Mit dem Pausenpfiff sorgte Lukas Müller für den Anschlusstreffer durch einen direkten Freistoß.
Nach dem Wechsel drückte der TBVfL die Gegner in die Hälfte, aber nennenswerte Torchancen blieben Mangelware. Am Ende siegte der Gast nicht unverdient, da die Neustadter nicht den Spielwitz und die Zielstrebigkeit der letzten Wochen auf den Platz brachten. - SR: Gerhard Schumann (FC Wüstenselbitz). - Zuschauer: 75. nh

Siegtor in der Nachspielzeit

SpVgg Lettenreuth - TSV Sonnefeld 3:2 (0:0): Mit einem tollen Endspurt kam die SpVgg Lettenreuth im Nachbarduell zu einem ganz wichtigen Sieg. Bis zur 88. Minute lag sie gegen den TSV Sonnefeld noch mit 1:2 zurück, ehe erst Eberth aus Nahdistanz das 2:2 erzielte und dann in der 94. Minute Ritzel einen langen Pass zum 3:2 einköpfte. Von Anfang an hatte man gesehen, wie wichtig dieses Spiel für die Heimelf war. Bereits nach fünf Minuten zielte Eberth aus zehn Metern knapp über das TSV-Gehäuse. Nach 53 Minuten fiel dann der erste Treffer des Spiels, und zwar für die Sonnefelder durch einen Demel-Schuss aus zehn Metern. In der 60. Minute schloss Lutter einen Konter aus zwölf Metern unhaltbar für Kühn zum 1:1-Ausgleich ab. Die Gäste bekamen in der 73. Minute einen Foulelfmeter zugesprochen, den Karg zum 1:2 verwandelte. Es sah nicht gut aus für Lettenreuth - ehe doch noch die Wende gelang. fg

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