Marktrodach

Rechtsaufsicht verkleinert den Kreditrahmen

von unserer Mitarbeiterin  veronika schadeck Marktrodach — Die Marktrodacher können sich über einen genehmigten Haushalt freuen. Zuvor allerdings musste der Gemeinderat am Dienstag...
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von unserer Mitarbeiterin 
veronika schadeck

Marktrodach — Die Marktrodacher können sich über einen genehmigten Haushalt freuen. Zuvor allerdings musste der Gemeinderat am Dienstagabend einer Satzungsänderung zustimmen.
Bereits in der Septembersitzung hatte das Gremium den Haushaltsplan beschlossen. Dieser sah für Investitionen eine Kreditaufnahme in Höhe von 948 500 Euro vor. Zu viel, meinte die Rechtsaufsicht und setzte den genehmigungsfähigen Kreditrahmen auf 810 300 Euro fest. Der Gemeinderat stimmte dem zu und legte weiterhin fest, die allgemeinen Rücklagen zur Sicherstellung des Haushaltsausgleichs um 138 200 Euro zu reduzieren.
Ohne Gegenstimme fand die Maßnahmeliste des Landschaftspflegeverbandes Zustimmung. Die Verwaltungskostenpauschale von fünf Prozent der Gesamtkosten wird voraussichtlich 2258 Euro betragen.
Zuvor erinnerte Bürgermeister Norbert Gräbner an die Besichtigung der Feuerwehr in Marktrodach durch die Kreisbrandinspektion. Der Wehr sei eine gute Führung, Engagement und Motivation bescheinigt worden.
Er informierte, dass der neue Eigentümer des Grundstücks an der B 173, in der Nähe der Firma Dreefs, das Areal von Schrott befreit habe.

Bauzeit: drei bis vier Jahre

Bezüglich der Ortsumgehung Zeyern äußerte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass die Maßnahme im Bundesverkehrswegeplan 2015 Berücksichtigung finden wird.
In diesem Zusammenhang erklärte er, dass für die Ortsumgehung Zeyern eine Bauzeit von drei bis vier Jahren vorgesehen ist. Pro Jahr müssten also rund drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Das sei eine relativ geringe Summe, wenn davon ausgegangen werden kann, dass nach der Fertigstellung der Ortsumgehung 90 Prozent des Verkehrsaufkommens von Zeyern auf die neue Trasse umgeleitet werden.

Neue Buswartehäuschen

Gräbner informierte ferner, dass neue Buswartehäuschen an der Ecke B 103/B 173 in Marktrodach, in Zeyern (an der Kreuzung) und in Unterrodach aufgestellt werden sollen. Die Verwaltung will nun ein Verkehrssicherungskonzept erstellen und dieses der Regierung von Oberfranken vorlegen. Es gehe darum, so Gräbner, Finanzierungshilfen zu erhalten. Bei jeweils 2600 Euro Investitionskosten seien bis zu 50 Prozent an finanziellen Unterstützungen möglich.
Andreas Murrmann ärgerte sich über die Unflexibilität von zwei Gemeinderäten. Seiner Meinung nach sollte es nicht abgelehnt werden, kurzfristig Anträge von Bürgern auf die Tagesordnung einer Gemeinderatssitzung mit aufzunehmen. "Wir brauchen über die Eurobürokratie nichts zu sagen!"
Thomas Hümmrich (SPD) fragte nach dem aktuellen Stand des Vorhabens "Gesundheitszentrum". Hier verwies Bürgermeister Norbert Gräbner auf eine Sitzung, die noch im November 2014 stattfinden soll. Dabei sein wird eine Vertretung von der Regierung von Oberfranken. Inhaltlich wird es auch um die Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes gehen.
Zurückgestellt, bis der Bebauungsplan des Nachbarbereiches in Kraft tritt, wurde der Bauantrag von Bernd von zur Mühlen, zwecks Errichtung einer Doppelgarage in Unterrodach. Ohne Gegenstimme wurde der Antrag von Corinna und Michael Richter für einen Anbau an das Haus Sachsenhausen 7 genehmigt.

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