Zeyern

Realität aus den Augen verloren

S portlich läuft es für den DJK/SV Zeyern/Roßlach nicht gerade rund. Zwar belegt man in der A-Klasse einen Mittelfeldplatz, doch musste man vor der laufenden Saison mit der zweiten...
Artikel drucken Artikel einbetten
S portlich läuft es für den DJK/SV Zeyern/Roßlach nicht gerade rund. Zwar belegt man in der A-Klasse einen Mittelfeldplatz, doch musste man vor der laufenden Saison mit der zweiten Mannschaft des FC Wallenfels eine Spielgemeinschaft eingehen, um überhaupt noch den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Und nun scheinen den Zeyerner Fußballern auch abseits des Spielfeldes die Felle davonzuschwimmen. Erst verlor der Sportverein vor dem Verwaltungsgericht, als man den Planfeststellungsbeschluss beklagte. Und jetzt setzte es die nächste Niederlage vor dem Amtsgericht, das die Rechtmäßigkeit der Kündigung des Pachtvertrages durch die Gemeinde Marktrodach bestätigte.
Obwohl dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist, so ist es dennoch ein Signal. Zum einen für das Staatliche Bauamt für die weiteren Planungen sowie für die Politik für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel. Zum anderen aber auch für den Sportverein selbst. Eine Entschädigung steht dem Verein zu, so viel ist klar. Aber bei allem Respekt den Verantwortlichen des DJK/SV Zeyern gegenüber: Angesichts der eigenen sportlichen Situation und der demographischen Entwicklung hat man die Realität scheinbar aus den Augen verloren. Einen dauerhaft eigenständigen Spielbetrieb dürfte es in Zeyern nicht mehr geben.
Die zwischenzeitlich vom Bauamt angebotenen Leistungen im Wert von rund 300 000 Euro für eine neue Sportanlage hätten mit Sicherheit mehr als ausgereicht, um sehr gute Bedingungen an einem neuen Standort zu schaffen. Der Verein wollte allerdings mehr und dürfte jetzt eine weitaus schlechtere Verhandlungsposition haben. Welchen Anteil der ehemalige DJK-Vorsitzende daran hat, kann nur spekuliert werden.
Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch. Denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, die juristischen Auseinandersetzungen wären vermeidbar gewesen, hätten alle Beteiligten von Beginn an zielgerichteter zusammengearbeitet.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren