Neudrossenfeld

Rainer Ludwig führt die Freien Wähler

Der Kreisverband Kulmbach der Freien Wähler (FW) ist bereit für neue Herausforderungen und gut aufgestellt. In einem wahren Wahlmarathon wurden dafür im "Br...
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Der neue Kreisvorstand mit dem neuen Vorsitzenden Rainer Ludwig (Mitte) und Landrat Klaus Peter Söllner (rechts daneben). Foto: Horst Wunner
Der neue Kreisvorstand mit dem neuen Vorsitzenden Rainer Ludwig (Mitte) und Landrat Klaus Peter Söllner (rechts daneben). Foto: Horst Wunner
Der Kreisverband Kulmbach der Freien Wähler (FW) ist bereit für neue Herausforderungen und gut aufgestellt. In einem wahren Wahlmarathon wurden dafür im "Bräuwerck"-Saal die Weichen gestellt. Mit einer schlagkräftigen Mannschaft will der neue Vorsitzende Rainer Ludwig die Probleme der Zukunft anpacken, über den Tellerrand schauen und gemeinsam die Aufgaben bewältigen. Er erhielt alle 85 Stimmen der 85 Wahlberechtigten und löst Landrat Klaus Peter Söllner nach dreieinhalbjähriger Amtszeit ab.
Mit einer Satzungsänderung wurde auch beschlossen, drei neue Beisitzer für Sonderaufgaben zu wählen. Der Vorstand blieb im Wesentlichen gleich, auf einigen Posten gab es aber eine Verjüngung. Als gleichberechtigte Stellvertreter des Vorsitzenden fungieren wieder Dieter Schaar, Anita Sack und Klaus Förster, neu im Quartett ist Martin Baumgärtner aus Unterzaubach. Mit dem Grafengehaiger Bürgermeister Werner Burger hob man ebenfalls einen Neuen auf den Sessel des Geschäftsführers, weil Conny Fischer sein Amt nach langjähriger Tätigkeit zur Verfügung stellte. Er wird in einem besonderen Rahmen noch gebührend verabschiedet, wie der Landrat mitteilte. Letzterer gehört qua Amt gleichfalls dem Vorstand an. Der wird noch durch den bisherigen Schatzmeister Hans-Reiner Meisel und den neuen Schriftführer Reiner Meisel ergänzt. Die drei Beisitzer heißen Markus Weigel, Norbert Volk und Martin Kaiser, im Schnellgang wurde der FW-Bundestagskandidat Klaus Georg Purucker noch zusätzlich in den Beisitz berufen. Revisoren sind wieder Winfried Baumgärtner und Hansi Spindler.
Von der jungen Generation freute sich besonders der 34-jährige Martin Baumgärtner über die Wahl, "ich werde versuchen, das in mich gesetzte Vertrauen auszufüllen und möchte dem FW-Nachwuchs eine Stimme geben" unter dem Motto "Bewährtes beibehalten, aber aus neuem Blickwinkel die Jugend ansprechen".
Gekonnt formuliert setzte der neue Vorsitzende, Rainer Ludwig, ein paar Markenzeichen für die nächsten drei Jahre seiner Tätigkeit, "ich trete ein für Sozialkompetenz, Aufrichtigkeit und Teamgeist, baue auf ein vertrauensvolles Miteinander". Man solle auch die Rahmenbedingungen in der großen Politik und im Weltgeschehen im Auge haben und daraus die richtigen Schlüsse ziehen, fügte er an.
Die Tätigkeit als bisheriger Kreisvorsitzender skizzierte Landrat Klaus Peter Söllner. Es sei eine schwierige Zeit des Umbruchs gewesen, aber eine erfolgreiche. "Mit18 FW-Kreisräten von 60 sind wir hervorragend platziert, mit den großen Parteien auf Augenhöhe, als stabiler Faktor und Eckpfeiler in der Kreispolitik". Er habe versucht, alle Gruppierungen mitzunehmen und Politik für alle zu machen. Man habe zwar in Mainleus, Neudrossenfeld und Marktleugast den Sitz des Bürgermeisters verloren, "wir wollen und können aber auch nicht in die Kommunalpolitik vor Ort zu sehr eingreifen". In einem flammenden Appell nutzte Söllner seine letzte Rede als Kreisvorsitzender zu einem Statement für 20-jährige Geschlossenheit auf Kreisebene. Dass die Umgehungen von Untersteinach und Kauerndorf Realität werden, sei für ihn eine Genugtuung, "dafür habe ich immmer gestritten". Sein Lob galt noch Conny Fischer, "der mit Minimalem Maximales erreicht hat, Probleme nicht beschrieb, sondern löste".
Kreistags-Fraktionsvorsitzender Klaus Förster wollte darauf hinweisen, dass die Sanierung aller Kreisstraßen erfolgreich abgeschlossen wurde und freiwillige Leistungen bisher nicht gekürzt wurden. "Wir sind mit dem Geld im Kreishaushalt sorgsam umgegangen".
In einem Grußwort machte Dritter Bürgermeister Alfred Wirth aus Neudrossenfeld deutlich, was der frühere Drossenfelder FW-Bürgermeister Dieter Schaar für seinen Heimatort getan hat. "Ohne ihn würden wir heute nicht im ,Bräuwerck' sitzen im revitalisierten Ortskern". Bundestagskandidat Purucker stellte seine Ziele vor, zu denen die Stärkung des Mittelstandes gehört. Horst Wunner

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