Bamberg

Prozesse wegen versuchten Totschlags und Bandenbetrugs

Vor dem Bamberger Landgericht am Wilhelmpslatz beginnen in dieser Woche zwei mehrtägige Strafverfahren. Ab morgen, Dienstag, muss sich ein 34 Jahre alter Ma...
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Vor dem Bamberger Landgericht am Wilhelmpslatz beginnen in dieser Woche zwei mehrtägige Strafverfahren.
Ab morgen, Dienstag, muss sich ein 34 Jahre alter Mann aus Bamberg wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor der Großen Strafkammer als Schwurgericht verantworten. Er soll am Tag vor Heiligabend 2016 in einer Wohnung in Bamberg versucht haben, seine Lebensgefährtin umzubringen.


Vermindert steuerungsfähig?

Möglicherweise hat das Opfer nur überlebt, weil es dem Mann schlecht wurde, während er die Frau würgte und deshalb von ihr abließ. Die Geschädigte erlitt zahlreiche Verletzungen. Weil der Mann stark alkoholisiert war, schließt die Staatsanwaltschaft nicht aus, dass er sich bei der Tat im Zustand einer erheblich verminderten Steuerungsfähigkeit befand. Das Gericht hat Fortsetzungstermine für den 5. und 10. Juli, jeweils 9 Uhr, anberaumt.


Tatorte in ganz Bayern

Am Mittwoch beginnt, ebenfalls vor der Großen Strafkammer, ein Verfahren gegen zwei 38 und 43 Jahre alte Männer. Ihnen wird gemeinschaftlicher gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in 15 tatmehrheitlichen Fällen vorgeworfen. Sie sollen von Mitte April bis Ende Juni 2016 wiederholt ein bekanntes deutsches Mietwagenunternehmen geprellt haben, indem sie unter Vorwänden Personen- und Lastwagen angemietet und diese dann ins Ausland geschafft haben.
Die meisten Tatorte lagen in Bayern, namentlich in Regensburg, Straubing, Nürnberg, Bamberg, München, Hof, Bayreuth, Weiden, Ingolstadt und Augsburg. Die Polizei geht von einem Gesamtschaden in sechsstelliger Höhe aus. Bis Ende Juli sind weitere vier Verhandlungstage terminiert. red
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