Pautzfeld

Pläne zur Dorferneuerung finden Beifall

Auf der Bürgerversammlung im Pautzfelder Gasthaus Schneider informierte Torsten Gunselmann, Bürgermeister von Hallerndorf, die Pautzfelder über das, was in ...
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Auf der Bürgerversammlung im Pautzfelder Gasthaus Schneider informierte Torsten Gunselmann, Bürgermeister von Hallerndorf, die Pautzfelder über das, was in der Gemeinde in den vergangenen Jahren erreicht wurde.
"Unsere Gemeinde ist ein attraktiver Wohnort", konstatierte Gunselmann, das beweise allein die Zahl der im vergangenen Jahr eingereichten 53 Bauanträge und Bauvoranfragen. Aktuell verfüge die Gemeinde über keine Bauplätze mehr, sämtliche Baulücken sind im Besitz von Privateigentümern und könnten bei Interesse lediglich von diesen erworben werden.
Weiterhin informierte Gunselmann über den aktuellen Stand der Dorferneuerung in Pautzfeld und über den geplanten Anbau im Pautzfelder Kindergarten. Mit der Erweiterung der ehemaligen Personalküche werde ein Bereich geschaffen, in dem die Kinder gemeinsam essen können.
Ein Bürger wollte wissen, ob geplant sei, einen Nahversorger in der Gemeinde anzusiedeln. Das ist ein schweres Unterfangen, so Gunselmann: "Hallerndorf ist als Standort für einen Supermarkt nicht attraktiv genug." Die einzige Fläche mit entsprechendem Potenzial liege in Pautzfeld an der Einmündung bei Liapor. Dort habe Rewe Interesse bekundet und die Genehmigung der Rewe Group liege bereits vor, berichtete Gunselmann. Doch die Pläne seien von einer Realisierung noch weit entfernt.
Die Pautzfelder Gemeinderäte Thomas Bauer und Markus Düsel wiesen darauf hin, dass dieser Standort für einen Nahversorger denkbar ungünstig sei. Doch ein Markt in der Ortsmitte sei gar nicht realisierbar, entgegnete Gunselmann.


60 000 Euro mehr Zuschüsse

In diesem Jahr sollen im Rahmen der Dorferneuerung die Kanalsanierung am Kaulberg, die Gestaltung der Ortsmitte am Weiher und die Sanierung des Gemeindehauses stattfinden. Rainer Albart vom Amt für Ländliche Entwicklung stellte die Synergieeffekte vor, die sich dank der interkommunalen Zusammenarbeit der vier Gemeinden Hallerndorf, Eggolsheim, Buttenheim und Altendorf ergeben: "Das sind gut 60 000 Euro mehr an Zuschuss für Pautzfeld!" Für die Grabenöffnung am Kaulberg gibt es nur dann Zuschüsse, wenn mehr als die Hälfte des Verlaufes offen fließen: "Das wird in Pautzfeld schon knapp", wies Albart darauf hin, dass dann auch mehr Wasser in den Weiher kommt und somit auch die Wasserqualität des Weihers besser wird.
Josef Nagengast vom Ingenieurbüro Kittner & Weber erläuterte den Bauentwurf zur Öffnung und Verrohrung des Kaulberges, und Uwe Marzog vom Planungsbüro Roos & Marzog aus Bamberg erläuterte die Neugestaltung des Dorfweihers. Anwohner erkundigten sich nach der genauen Ausführung des Sedimentbeckens. "Die Planung erfüllt jetzt die Vorgaben des Amtes für Ländliche Entwicklung", stellte Albart zufrieden fest und fragte die Pautzfelder, ob sie mit dieser ebenfalls zufrieden seien. Der laute Beifall bestätigte, dass auch die Pautzfelder mit der Planung einverstanden sind - einige Kleinigkeiten müssen noch geklärt werden. Da der Weiher als Treffpunkt diene und im Winter zum Eisstockschießen genutzt werden könne, dürfe dieser keinesfalls durch wucherndes Schilf beeinträchtigt werden, stellte Albart fest.
In der nächsten Zeit ist die Gründung eines Dorfgemeinschaftsvereins als Dachverband für das Gemeindehaus geplant. Einige Pautzfelder sind bereits dabei, für diesen Verein eine Satzung zu entwickeln. Albart stellte jedoch klar, dass das Gemeindehaus für alle offen sein müsse.

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