Kulmbach

Pläne für ein Sportcamp in Bischofsgrün werden langsam konkret

Informationen aus erster Hand gab es beim außerordentlichen Kreistag des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) im Mistelbacher Sportheim. BLSV-Vizepräsid...
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Informationen aus erster Hand gab es beim außerordentlichen Kreistag des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) im Mistelbacher Sportheim. BLSV-Vizepräsident Jörg Ammon war auf Einladung des Kreisvorsitzenden Richard Müller extra nach Oberfranken gekommen, um den Verband im Wandel der Zeit vorzustellen und wichtige Themen zu erörtern.
Dazu gehörte auch ein Blick auf einen neuen Verteilerschlüssel zur Finanzierung des Sports in Bayern. So gibt der BLSV pro Jahr 5,4 Millionen Euro an die 53 Sportfachverbände, von Aikido bis Volleyball, für deren Arbeit im Sport weiter. Jahrzehntelang wurden diese Gelder nach einem System verteilt, das vor allem zum Ziel hatte, in Solidarität mit den kleineren Sportfachverbänden deren Fortbestand zu sichern.
Um eine rechtssichere und zukunftsfähige Lösung zu finden, muss aufgrund der beträchtlichen Mittelverteilung das neue System von den Delegierten am Verbandstag am 26. November in München genehmigt werden.
Nötig macht das eine gerichtliche Auseinandersetzung, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) angestrengt hat, der als größter Sportfachverband mehr Geld vom BLSV fordert. Für den Sportkreis Bayreuth werden neben Richard Müller die Vorstandsmitglieder Günther Bauer und Christian Möckel zum Verbandstag fahren, wie die Wahl am Kreistag bestätigte.


Camp für 23 Millionen Euro

Ammon nutzte die Gelegenheit, den Weg der Sportvereine in die digitale Zukunft vorzustellen. So wird ein "Vereinscockpit" künftig für eine regionale Vernetzung in allen bayerischen Sportkreisen sorgen, "wir können damit die Mitarbeiter draußen vor Ort noch besser unterstützen". Man strebe verstärkt ein Wachsen im Frauenbereich und bei "Sport für Ältere" an. Ammon versicherte, dass die Vereine weiterhin im BLSV gut aufgehoben sein werden.
Eine gute Nachricht hatte der Vizepräsident mitgebracht, die die Oberfranken besonders gerne hören: Das neue Sportcamp in Bischofsgrün, das schon seit langem geplant ist und 2014 vom Verband beschlossen wurde, scheint Wirklichkeit zu werden. Ammon: "Wir vom Verband hoffen, dass nach einjähriger Abstimmung mit der Europäischen Kommission in den nächsten Wochen mit einem positiven Bescheid gerechnet werden kann." Damit wäre der Weg frei für eine der größten Maßnahmen in diesem Bereich - denn das Camp wird etwa 23 Millionen Euro kosten. Eine Dreifach-Turnhalle, verschiedene Rasen-und Spielfelder sowie 300 Betten zum Übernachten stehen dann zur Verfügung. "Es ist ein klares Bekenntnis zu Nordbayern", so Ammon.
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