Pinzberg

Pinzberger Turnhalle bleibt zu

Sportstätte  Bis 31. August darf das Gebäude nicht betreten werden. Der Grund sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die sich nun ins Innere der Halle verlagern.
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Reinhard Seeber
Reinhard Seeber
von unserem Mitarbeiter Franz Galster

Pinzberg — Zahlreiche Bauvorhaben standen im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Pinzberg. Das größte Sanierungsprojekt ist zurzeit wohl die örtliche Turnhalle. Dach und Umkleideräume sind inzwischen saniert, jetzt geht es an das Innere der Turnhalle.
Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) erläuterte die in Auftrag zu gebenden Arbeiten. Dabei handelt es sich um eine neue, moderne Deckenstrahlungsheizung; hinzu kommen die Beleuchtung und der Deckenschallschutz.

Formlose Anfrage

Unter drei eingegangenen Angeboten erhielt die Firma Sponsel aus Forchheim-Reuth den entsprechenden Auftrag mit einem Wert von 89 102 Euro.
Die Halle bleibt bis 31. August wegen der Sanierungsarbeiten gesperrt. Kritisch sieht der Gemeinderat eine formlose Bauvoranfrage zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses auf dem Flurgrundstück 8, Gemarkung Dobenreuth. Aufgrund eines Kuhstalls verlangt das Amt für Ländliche Entwicklung einen Abstand von 58 Metern. Das Thema muss nun zunächst einmal zwischen dem Landwirt und dem Antragsteller verhandelt werden.
Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem Abbruch eines bestehenden Einfamilienhauses auf dem Grundstück Fl. Nr. 88/2, Gemarkung Dobenreuth, zu. An gleicher Stelle soll ein Neubau errichtet werden.
Keine Einwände hatte der Rat bezüglich des Vorhabens des Landkreises Forchheim, das Sozialgebäude für die Mülldeponie Gosberg an der Kreisstraße FO 2 zu erweitern. Das Ingenieurbüro Sauer und Harrer aus Forchheim erhält den Auftrag zur Erschließungs- und Ausführungsplanung für das Baugebiet Krossensee. Der Auftragswert liegt hier bei 53 236 Euro.

Urnengräber geplant

Der Spielplatz in Dobenreuth am Sportplatz wird aufgrund baulicher Veränderungen verlegt. Die Firma Westfalia schafft in diesem Zusammenhang Spielgeräte für 5302 Euro an. Vergeben wurden zudem die Dach- und Turmsanierung der Leichenhalle am Friedhof in Gosberg. Die Firma Kroder aus Schlaifhausen wird die Arbeiten in Höhe von 14 587 Euro ausführen.
Es ist zudem beabsichtigt, Urnengräber in den Friedhöfen von Gosberg und Dobenreuth anzulegen. Der gemeindliche Bauausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung damit beschäftigen. Dazu wird dann auch die Bevölkerung gehört und das Landratsamt eingeschaltet; das Amt muss das Vorhaben auch genehmigen.
Ein weiteres Mal haben die Mäharbeiten auf den Sportplätzen der Gemeinde den Gemeinderat beschäftigt. Der Bauhof übernimmt die Mäharbeiten der Sportanlagen bei Heimspielen der 1. Mannschaften (A-Platz). Dafür werden den Pinzberger Vereinen 300 Euro im Jahr, den Gosbergern 200 Euro in Rechnung gestellt. Jetzt hat der Sportverein in Dobenreuth ebenfalls den Antrag gestellt, dass sein Platz gemäht werden soll.
Dort trainieren Schiedsrichter, einen regulären Sportbetrieb gibt es in Dobenreuth nicht mehr. Eine Möglichkeit wäre es, dass der Bauhof den Platz im Vorfeld von Festen mäht. Vor einer Beschlussfassung soll dies aber nochmals zwischen Gemeinde und Sportverein besprochen werden.

Lärm vom Bolzplatz

Als recht diffizil erweist sich die Angelegenheit der Lärmbelästigung, die vom DFB-Minispielfeldes an der Schule in Pinzberg ausgeht. Dort liegt seit Monaten ein Anlieger mit der Kommune im Streit.
Eine Lärmschutzwand ist gefordert und mit dem Verwaltungsgericht in Bayreuth so auch vereinbart worden. Den entsprechenden Plan hat die Gemeinde Pinzberg inzwischen auch eingereicht. Die Lärmschutzwand soll in den kommenden Wochen errichtet werden. Zuvor muss allerdings das Landratsamt den Plan genehmigen. Ein Dauerbrenner ist der geplante Radweg von Gosberg zum Bahnhof Wiesenthau. Herrschte zunächst allseits Erleichterung, dass das Staatliche Bauamt die Kosten für den Bau übernimmt, folgte jetzt eine gewisse Ernüchterung.

Strikter Widerstand

Acht Grundbesitzer und auch der Freistaat müssten für den Radweg Land abtreten. Dabei reicht jetzt offensichtlich eine einzige Landbesitzerin, die sich diesem Vorhaben strikt widersetzt, um das gesamte Vorhaben wieder infrage zu stellen.
Weiter in der Diskussion bleibt das alte Gemeindehaus in Dobenreuth. Die Kommune würde das marode Gebäude gerne abreißen und den Raum als Dorfplatz gestalten. Dagegen hat der Denkmalschutz allerdings seinerseits Einwände. Nach einer ersten Schätzung würde die Renovierung 182 000 Euro kosten.

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