Pinzberg

Pinzberg arbeitet weiter am Schuldenabbau, kann aber dennoch investieren

Pinzberg — Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Theo Galster, der zwölf Jahre als Gemeinderat der Kommune diente, begann der Gemeinderat Pinzberg sei...
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Pinzberg — Mit einer Gedenkminute für den verstorbenen Theo Galster, der zwölf Jahre als Gemeinderat der Kommune diente, begann der Gemeinderat Pinzberg seine jüngste Sitzung. Anschließend galt es, eine große Tagesordnung abzuarbeiten.
"Ich freue mich, Ihnen einen vorausschauenden und nachhaltigen Haushalt präsentieren zu können, der ein Volumen von 4,7 Millionen Euro aufweist", leitete Bürgermeister Reinhard Seeber die kurze Diskussion zur Verabschiedung des Haushalts ein 2017. "Wir haben gut an der Konsolidierung gearbeitet und auf Prestigeobjekte verzichtet", beurteilte er die vorliegenden Zahlen. Seeber zeigte sich sichtlich zufrieden, den Schuldenabbau erfolgreich vorantreiben zu können. Man habe auch Mittel, neue und notwendige Maßnahmen anzugehen.
Geschäftsführer und Kämmerer Matthias Zeissner erläuterte das Zahlenwerk. Demnach umfasst der Verwaltungshaushalt 2,950 Millionen Euro gegenüber 2,809 Euro im Jahr 2016. Der Vermögenshaushalt beträgt 1,819 Millionen Euro, ein Plus von 411 000 Euro. Der Schuldenstand Ende 2016 betrug 1,470 Millionen und soll bis Ende 2017 auf 1,266 Millionen Euro reduziert werden. Das bedeutete eine neue Pro-Kopf-Verschuldung von 665 Euro gegenüber 774 Ende 2016.
Die größte Investition verbucht dieses Jahr der Anbau des Kindergartens mit 450 000 Euro, allerdings erwartet der Kämmerer dazu Zuschüsse des Staates von 378 000 Euro, unmittelbar gefolgt von der städtebaulichen Maßnahme Bahnhofstraße Gosberg mit 300 000 Euro. Auf Grund der Komplexität sind bei der städtebaulichen Maßnahme durch Änderungen zeitliche und finanzielle Verschiebungen denkbar.
Der Breitbandausbau ist abgeschlossen. 104 000 Euro waren dafür erforderlich, die der Staat mit 93 000 Euro unterstützt. Der Radweg Gosberg zum Bahnhof Wiesenthau ist soeben eröffnet worden. Die Gemeinde Pinzberg zahlt dazu für ihren Ortsanteil 80 000 Euro. Für Baugrundstücke sind 176 000 Euro eingeplant. Nach kurzer Beratung fasste der Gemeinderat einmütig den Beschluss zur Haushaltssatzung, genehmigte den Finanzplan und das Investitionsprogramm.


Kanalsanierung Bahnhofstraße?

Im Rahmen der Sanierung der Bahnhofstraße stellt sich auch die Frage der möglichen Erneuerung des Mischwasserkanals im Bereich zwischen Hirtenbach und Beckengasse. Bisher hat der Querschnitt ausgereicht. Dennoch soll geprüft werden, ob eine größere Kapazität erforderlich sein könnte. Der Gemeinderat vereinbarte einen zweiteiligen Ingenieurvertrag. Für die Untersuchung wird ein Teilauftrag über 19 000 erteilt.
Wenig Begeisterung fand der Antrag des ADAC Neunkirchen auf Errichtung eines Trialgeländes auf dem Verkehrsübungsplatz Forchheim. Motorräder von 80 bis 300 ccm sollten dort eingesetzt werden. Nachdem der Gemeinderat das Thema bereits in einer Klausurtagung intensiv erörtert hatte, lehnte er den Antrag ab. Man sieht bereits mit der benachbarten Mülldeponie und dem vorhandenen Verkehrsübungsplatz eine große Belastung und möchte diese nicht noch vergrößern. Der Antragsteller hatte argumentiert, in Neunkirchen für diese Zwecke keine Grundstücke verfügbar zu haben. Keine Einwände hatte der Rat zur Bauleitplanung der Gemeinde Leutenbach im Bebauungsgebiet "Lohe", in Oberehrenbach.
Noch relativ skeptisch hörte sich der Gemeinderat einen Vortrag von Claus Peter Müller von der Firma RW Best. in Selbitz an. Er stellte ein Grabhüllensystem zur anforderungsgerechten Bestattung vor. Nach seinen Ausführungen ist das System vor allem in sehr lehmhaltiger Erde oder bei der Problematik und Eindringen von Grundwasser eine empfehlenswerte Lösung.

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