Hirschaid

Pilotprojekt passt

Hausaufgabenbetreuung  Eltern machen von kostenlosem Angebot an der Julius-von-Soden-Schule Sassanfahrt begeistert Gebrauch.
Artikel drucken Artikel einbetten
von unserem Mitarbeiter Werner Baier

Hirschaid — Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 startet an der Julius-von-Soden-Grundschule Sassanfahrt die "Offene Ganztagsschule an Grundschulen" für die Jahrgangsstufen 1 mit 4. Auf der Suche nach einer intensiveren Betreuung der Schüler hat Rektor Erhard Wiesneth einen Zufallstreffer gelandet: Die Schule in Sassanfahrt erhielt als eine der wenigen in Oberfranken den Zuschlag bei diesem Pilotprojekt des Freistaates Bayern und der lässt es sich etwa kosten, um Erfahrungen zu sammeln. 63 700 Euro werden für das Projekt in Sassanfahrt zur Verfügung gestellt, wozu die Marktgemeinde Hirschaid 20 500 Euro beisteuern muss. Darüber hinaus wird für die Probephase eine Defizitvereinbarung zwischen dem Markt Hirschaid und dem Trägerverein getroffen. Von den Eltern werden keine Beiträge verlangt. Das Mittagessen kann mitgebracht oder gegen Gebühr abonniert werden.
Die Eltern haben nach Auskunft von Andrea Stapper, der neuen Geschäftsführerin des Netzwerk e. V. für Kinder und Jugendliche, von dem Angebot beherzt Gebrauch gemacht: Für drei Kurzgruppen, die bis 14 Uhr betreut werden, wurden 46 Kinder angemeldet, für eine Langgruppe liegen 30 Anmeldungen vor. Da aber nicht alle Grundschüler täglich bis 16 Uhr betreut werden müssen, ergeben sich daraus - je nach gebuchten Betreuungsstunden - 22 "Zählschüler".

Großes Interesse

Schulleiter Wiesneth und Andrea Stapper informierten den Marktgemeinderat von dem großen Interesse der Eltern an dem Angebot zur Mittags- und Hausaufgabenbetreuung der Grundschüler. Stapper versichert, dass der Netzwerk e. V. bemüht ist, die Dienstleistung "qualitativ sehr gut hinzubringen". Zusätzlich zu der Leiterin, einer Erzieherin, sollen drei Studenten der Pädagogik beschäftigt werden, um die Kinder bei der Erledigung der Hausaufgaben oder einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu begleiten.
Der Staat verfolgt mit diesem Pilotprojekt den flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsangeboten für Schüler. Dies ist mittlerweile "ein vorrangiges Ziel der baye-rischen Staatsregierung" und stellt einen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar. Allerdings fördert der Staat die Ganztagsschule an Grundschulen zunächst nur an vier Wochentagen. Da aber in Sassanfahrt auch Bedarf an Betreuung an den Freitagen angemeldet worden ist, versuchen die Beteiligten - Schule, Trägerverein Netzwerk und Marktgemeinde - die Kalkulation so auszugestalten, dass auch der fünfte Wochentag kostenlos angeboten werden kann.
Laut Stapper sind an der Julius-von-Soden-Grundschule die Voraussetzungen für die Ganztagsschule bestens. Nach dem Auszug der Mittelschule stehen ein eigener Trakt mit drei Räumen und ein geeigneter Außenbereich zur Verfügung. Die Gruppen sind bereits ausgebucht. Es wird aber eine Vormerkliste geführt und bei Bedarf eine Sozialauswahl getroffen.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren