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Hirschaid

Pflegeheim St. Vitus soll umgenutzt werden

von unserer Mitarbeiterin Andrea Spörlein Hirschaid — Ausführlich diskutierte der Hirschaider Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung den Antrag zur Umnutzung des bestehenden Se...
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von unserer Mitarbeiterin Andrea Spörlein

Hirschaid — Ausführlich diskutierte der Hirschaider Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung den Antrag zur Umnutzung des bestehenden Seniorenpflegeheims St. Vitus in eine Seniorenwohnanlage für pflegebedürftige Menschen mit ambulant betreuten Wohnungen, integrierter Tagespflege und Sozialstation.
Der Betreiber will hier unter dem Stichwort "Altenpflege 5.0" auf die veränderte Situation auf dem Pflegemarkt reagieren. Die Kinderarche St. Christopherus steht dabei nicht zur Disposition. Eine Verlagerung der Einrichtung ist aber langfristig geplant, insbesondere sucht man hier zusätzlich eine Nachfolgeeinrichtung für die Bewohner, die das 21. Lebensjahr erreicht haben. Diese müssten sonst in ein Altenpflegeheim verlegt werden.
Verschiedene Marktgemeinderäte kritisierten den Wegfall der Kurzzeitpflege und die geplante Reduzierung der Pflegeplätze um zirka ein Drittel. Bemängelt wurde auch die kurzfristige und unzureichende Information der Bewohner und ihrer Angehörigen. Aufgrund weiterer Fragen aus dem Gremium wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt und soll in der nächsten Sitzung abschließend behandelt werden.
Alexander Kursawe von der Firma Pato-Concept stellte dem Marktgemeinderat sein Konzept über eine "saubere und professionelle Plakatierung in Hirschaid" vor. Die Gemeinde könne dabei Kosten einsparen, die durch das Entfernen illegaler Plakate beim Bauhof anfallen würden. Die Firma bietet der Gemeinde Plakatständer und Kandelaber aus Metall an, die in Absprache mit Ordnungsamt, Straßenbauamt und Polizei aufgestellt werden. Nicht genehmigte Plakate im öffentlichen Raum werden von der Firma entfernt. Bauhof und Ordnungsamt hätten damit keine Arbeit mehr. Für Veranstaltungen der Gemeinde und der örtlichen Vereine ist ein Freikontingent vorgesehen. Die Wahlwerbung der Parteien wird durch das Plakatkonzept nicht berührt.
Nach ausführlicher Diskussion beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, einen Vertragsabschluss mit der Firma vorzubereiten, über den man zeitnah entscheiden will.
Einen Vorentwurf für ein Regenrückhaltebecken in Seigendorf stellte Peter Ruck vom Technischen Büro Werner (Eltmann) vor. Empfohlen wird die abschnittsweise Verlegung des Schlammbachs und im Anschluss ein grundlegender Ausbau der Grabenstraße. Da der notwendige Grundstückserwerb nicht überall möglich ist, muss eine Böschung auf zirka 80 Meter Länge durch Natursteinquader gesichert werden. Gesamtkosten für die Maßnahme zirka 275 000 Euro, der spätere Ausbau der Grabenstraße würde zu weiteren Kosten von rund 305 000 Euro führen. Der Marktgemeinderat beauftragte die Verwaltung, nochmals mit den Grundstückseigentümern Verhandlungen aufzunehmen.


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