Waischenfeld

Pfarrer Dettenthaler verlässt Waischenfeld

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Wolfgang Dettenthaler
Wolfgang Dettenthaler
von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert

Waischenfeld — Es kam für alle überraschend: Wolfgang Dettenthaler, der bei den Gläubigen sehr beliebte Pfarrer von Waischenfeld, Nankendorf und Poppendorf wechselt nach 23 Jahren als Stadtpfarrer von Waischenfeld nach Schlüsselfeld. Dort übernimmt er den Pfarreienverbund "Maria im drei Frankenland" mit der Hauptpfarrei St. Johannes in Schlüsselfeld.
Dettenthaler selbst fällt der Abschied aus Waischenfeld schwer: "Waischenfeld ist meine Heimat geworden. Mir hat es hier immer gefallen und ich wäre auch noch gern hier geblieben."
Doch Erzbischof Ludwig Schick hat entschieden, dass Dettenthaler nach Schlüsselfeld muss.
Es war eine sehr kurzfristige Entscheidung, die nicht nur für Dettenthaler, sondern vor allem für die Gläubigen im Pfarreienverbund Fränkische-Schweiz- Nord überraschend kam. Viele sprachen ihn an und bedauerten seinen Abschied. "Das hat mich sehr berührt. Es macht es mir nicht leicht, von hier wegzugehen", sagt Dettenthaler. Es war der 1. September 1992, als er die Pfarrstelle in Waischenfeld antrat. Zuvor war er Kaplan in Pegnitz.
Es war jenes Jahr, als das schwere Unwetter den halben Schlossberg mit ins Tal gerissen hatte. Die Treppe vor dem Pfarrhaus war weggespült, die Haustür kaputt und das Einfahrtstor zum Pfarrgarten ebenso.
So begann Dettenthalers Dienst mit Sanierungen und ersten Baumaßnahmen. Waischenfeld sollte mit der Zeit für ihn etwas ganz Besonderes werden: "Weil es hier ein tolles Wir-Gefühl in der Pfarrei gibt und viele, die ehrenamtlich mithelfen." Und es kommen immer wieder junge Menschen nach, die sich in der Pfarrei engagieren. Dettenthaler wünscht sich, dass die Waischenfelder auch unter seinem Nachfolger engagiert und umtriebig bleiben. An ein wirklich schlimmes Erlebnis kann sich Dettenthaler nicht erinnern: "Schön war hier immer, dass ich getragen war vom Wohlwollen der Menschen." Waischenfeld sei "ein Ort der einen Priester mitträgt".


"Nicht aus der Welt"

Er erinnert sich an die Pfarrfeste im Pfarrgarten oder Erstkommunionsfeiern und die Fronleichnamsumzüge.
Seine neue Pfarrei hat er schon angeschaut und auch mit den Menschen dort gesprochen. "Mein Eindruck in Schlüsselfeld war sehr positiv." In Waischenfeld will er dennoch immer mal wieder vorbeischauen: "Es ist ja nicht außer der Welt."









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